03.02.2022

Michel Dalberto feiert fulminantes Debüt in Prag

Der französische Pianist brilliert beim Eröffnungskonzert der französischen EU-Ratspräsidentschaft.

Es war sein spätes Debüt in Prag, aber welch ein fulminantes! Michel Dalberto trat beim Eröffnungskonzert der französischen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam mit den Prager Philharmonikern unter dem Dirigenten Emmanuel Villaume auf. Dabei begeisterte der französische Pianist im imposanten Smetana Saal des Prager Gemeindehauses mit dem G-Dur-Konzert von Ravel auf der ganzen Linie. 

Das Ravel-Konzert und anschließend Ravels “Bolero” bildeten den Höhepunkt eines abwechslungsreichen Programms mit weiteren Werken von Bizet, Debussy und Martinů. In Martinůs „Toccata e due canzoni“ entfaltete bereits der junge Pianist Stanislav Gallin seine Fingerfertigkeit. Anschließend demonstrierte Dalberto eindrucksvoll, warum er zu den bedeutendsten französischen Pianisten unserer Zeit zählt. 

Mit geradezu stupender Virtuosität glänzte er in den schnellen Ecksätzen, im „Adagio assai“ sang er hinreißend schön auf den Tasten - und die wunderschönen Farben, die er dem C. Bechstein Konzertflügel D 282 entlockte, machten den Abend zu einer Sternstunde der Musik! Nach der klangsinnlich schillernden Wassernixe „Ondine“ und Rachmaninows superber Transkription des Schubert-Liedes „Wohin?“ als Zugaben wurde Dalberto stürmisch gefeiert.