Abwechslungsreicher Konzertzyklus: Kit Armstrong im Brucknerhaus Linz

Der international bekannte Pianist ist in dieser Saison regelmäßig auf der Konzertbühne zu Gast.

Kit Armstrong gab jetzt ein außergewöhnliches Konzert beim Brucknerfest in Linz: Er stellte Werke von Franz Liszt jenen seines Schülers Julius Reubke gegenüber und nahm dafür sowohl am neuen C. Bechstein Konzertflügel D 282 wie auch an der immer noch neuen Rieger-Orgel des Brucknerhauses Platz. Wer dieses Konzert verpasst haben sollte, der kann Kit Armstrong in dieser Saison noch fünfmal am Bechstein im Brucknerhaus Linz erleben!

Kit Armstrong nahm beim Brucknerfest eine alte Tradition wieder auf. Denn sowohl Franz Liszt (1811-1886) wie auch dessen Schüler Julius Reubke (1834-1858) traten (wie heute Kit Armstrong) sowohl als Organist wie auch als Pianist in Erscheinung. Reubke, der bereits mit 24 Jahren an Tuberkulose starb, hatte keine wirkliche Chance, berühmt zu werden. Aber seine wenigen Werke (vor allem seine beiden Sonaten für Klavier und Orgel), die nun in Linz von Kit Armstrong mit großer Virtuosität und vielen Farben und Emotionen präsentiert wurden, verdienen durchaus Beachtung. Interessant ist auch, dass Reubke Liszt durch Hans von Bülow vorgestellt wurde, der wiederum ein enger Freund von Carl Bechstein gewesen ist. Zudem ist Reubkes Klaviersonate in b-Moll hörbar geprägt von Liszts Klaviersonate in h-Moll, die wiederum 1 von Hans von Bülow in Berlin auf einem C. Bechstein Konzertflügel uraufgeführt worden war. Beim Brucknerfest präsentierte Kit Armstrong neben Reubkes gewichtigen Sonaten auch einige kleinere Werke des fast Vergessenen und stellte sie u.a. Liszts wildem Scherzo und Marsch für Klavier wie auch dessen Präludium und Fuge über das Thema B-A-C-H für Orgel gegenüber. Ein Choralvorspiel von Bach als Zugabe rundete so das Programm.

In einem „Special Kit Amstrong“ wird der herausragende Künstler in dieser Saison in fünf Klavierabenden am C. Bechstein Konzertflügel „500 Jahre Klaviermusik“ vorstellen. Die einzigartige Hör-Reise durch 500 Jahre Klaviermusikgeschichte beginnt am 22. November 2020 mit Werken aus dem Goldenen Zeitalter der englischen Musik (Preston, Bull, Byrd u.a.) und endet am 19. Mai 2021 mit Werken des 20. Jahrhunderts (Gershwin, Godowsky, Ligeti). Zudem finden zu dem Zyklus am 18. Februar und am 18. Mai, jeweils um 18:00 Uhr, bei freiem Eintritt zwei Künstlergespräche mit Kit Armstrong im C. Bechstein Centrum Linz statt.

 

 

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