Haiou Zhang

„Kein anderer Flügel gibt mir ein solches Gefühl der Sicherheit wie der C. Bechstein Konzertflügel D 282. Ich kann die gesamte Farbpalette des Instrumentes restlos auskosten. Ein wahrlich legendäres Klang-Erlebnis.“

Haiou Zhang

 

Haiou Zhang, 1984 in China geboren, zählt zu den erfolgreichsten Musikern seiner Generation. Seine Karriere begann 2005 und 2006 mit zwei stürmisch gefeierten Auftritten beim Braunschweig Classix Festival, die das breite Interesse der Öffentlichkeit auf sich zogen. Es folgten regelmäßige Einladungen zu renommierten Festivals wie z.B. dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kissinger Sommer und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Mozartiade Augsburg, dem Internationalen Kammermusikfest Lübeck, dem Festival International de Musique de Besançon in Frankreich u.a. Soloabende führten ihn u.a. in das Konzerthaus Berlin, die Philharmonie Berlin, Hamburger Elbphilharmonie und Laeiszhalle, Münchner am Gasteig, Tonhalle Düsseldorf, Beethoven Haus Bonn, Concertgebouw Amsterdam, in die NCPA Peking, das Canadian Opera House in Toronto und viele andere. Er konzertierte mit namhaften Orchestern wie dem Ontario Philharmonic Orchestra unter Marco Parisotto, der Russischen Nationalphilharmonie unter Chefdirigent Vladimir Spivakov, der NDR Radiophilharmonie unter Chefdirigent Andrew Manze, dem Toronto Philharmonia Orchestra unter Kerry Stratton, der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg unter Juri Gilbo, den Bochumer und den Brandenburger Symphonikern,  dem Beijing Symphony Orchestra unter Lihua Tan, dem Wuhan Philharmonic Orchestra unter James P. Liu und anderen. 2010 absolvierte Haiou Zhang mit dem Staatlichen Slowakischen Sinfonie-Orchester eine ausgedehnte Kanada-Tournee. Weitere Konzertreisen führten ihn nach Brasilien und China, beispielsweise 2016 mit drei Tourneen und über 30 Klavierabenden der Superlative in seinem Herkunftsland China: er gab in den Millionenmetropolen wie im Shanghai Grand Theatre und der Beijing Concert Hall vor insgesamt mehr als 40000 Zuhörern.

Haiou Zhang war bereits als Zehnjähriger am Central Conservatory of Music in Peking angenommen worden. 2002 schloss er dort seine Studien mit besonderer Auszeichnung ab. Im gleichen Jahr wechselte er zur Hochschule für Musik und Theater Hannover zu Prof. Bernd Goetzke. 2011 schloß er sein Konzertexamen mit Höchstnote ab. Seinem großen Erfolg beim V. Internationalen Vladimir Horowitz Klavierwettbewerb in Kiew folgte eine CD-Produktion beim Norddeutschen Rundfunk. Im Jahr 2005 gewann er den Gundlach Musikpreis Hannover. 2007 wurde er mit dem Publikumspreis der Kissinger Klavierolympiade ausgezeichnet. Als Kammermusiker gewann er außerdem den 1. Preis beim I. Chinesischen Nationalen Klavierduo Wettbewerb und konzertiert regelmäßig mit dem Vision String Quartet, dem Faust Quartett, dem Quatuor Hermès und dem Meccore String Quartet, mit Solisten wie Eldbjørg Hemsing, Feng Ning, Sarah Christian, Friederike Starkloff, Solenne Paidassi und Leonid Gorokhov. 

Haiou Zhangs CD-Einspielungen beim noblen Label Hänssler CLASSIC sind weltweit im Handel erhältlich. Sie gehören mittlerweile zum offiziellen „Music Programm on Air“ bei der Lufthansa. Die CDs wurden von der Kritik mit großer Begeisterung aufgenommen. 2010 nahm Haiou Zhang für DeutschlandRadio ein Liszt-Programm auf einem C. Bechstein Konzertflügel auf, 2019 folgte eine Mozart-CD. Er ist außerdem sehr präsent in Interviews von verschiedenen Rundfunkanstalten und im Fernsehen, so z.B. CCTV China, SF1 Switzerland, CBC, Classical FM96,3 und Radio 4 Nederland, ORF 1 Austria, Radio New Zealand, France télévision 3, BR-Klassik, NDR Kultur, WDR3, Radio Bremen, SWR2, Hr2, Deutschlandradio Kultur und Deutsche Welle TV.

Neben seiner Konzerttätigkeit ist er Musikalischer Leiter des im Jahr 2010 gegründeten Internationalen Musikfestivals Buxtehude / Altes Land / Harburg. Hierzu lädt er renommierte Orchester und Kammermusikensembles ein und fördert junge begabte Künstler. Im Januar 2020 wurde er zum Musikdirektor für das Öschberghof Klassik in Donaueschingen berufen. Haiou Zhang gibt internationale Meisterkurse.

"My 2020" - Haiou Zhangs neue Bechstein-CD

Hänssler Classic "My 2020" - Haiou Zhangs neue Bechstein-CD

"Meisterwerke sind in ihrer Zeitlosigkeit unersetzlich. Ich erinnere mich noch deutlich daran, als ich zum ersten Mal ein paar Takte des letzten Satzes von Beethovens Opus 109 hörte - das war vor etwa 20 Jahren und ich fühlte mich in diesem Moment zutiefst berührt und gefangen... Es war etwas wirklich Unbeschreibliches für mich. Ich habe immer geglaubt, dass ich nur Musikstücke aufnehmen sollte, zu denen ich mich stark verbunden fühle. Ich hatte das Gefühl, dass diese Komposition wie eine Erweiterung meiner eigenen musikalischen Sprache wachsen würde. Es ist mir jetzt sehr klar, dass Opus 109 immer die Musik sein wird, die mich durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleitet, und das Gleiche gilt auch für Opus 111. Ich muss zugeben, dass ich mich total in die Variationen, die in Opus 111 zu finden sind, verliebt habe. Ich wollte unbedingt Teil dieser besonderen Welt sein, die von den zerbrechlichen und erhabenen Farben umgeben ist, die zwischen den "pp" und "ppp" ("sehr leise" und "extrem leise") Teilen des Werkes zu finden sind und die ganze besondere Atmosphäre ausmachen. Es scheint, als ob man in die Unendlichkeit getrieben wird - irgendwie als könnte es einen sogar an einen erhabenen Ort ohne Konflikte, Schmerz und Böses bringen." (Haiou Zhang)

Das Magazin Pizzicato lobt Haiou Zhangs kraftvollen Zugriff, seine Spontanität sowie sein gutes Gefühl für den improvisatorischen Wagemut Beethovens. Abstrakt und konkret zugleich, schafft seine Gestaltung die Balance zwischen dem rein Spielerisch-Technischen und dem Expressiven, zwischen Grübelei und Unruhe.

Dieses Album wurde auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 im Oktober 2020 in der Ölbergkirche Berlin aufgenommen.

Haiou Zhang spielt Liszt

Haiou Zhang spielt Liszt

Haiou Zhang, einer der besten chinesischen Pianisten der jüngeren Generation, hat 2010 in der Berliner Siemensvilla für DeutschlandRadio auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 ein Liszt-Programm aufgenommen, das im Januar 2011 auf seiner Debüt-CD für Hänssler Classic erschienen ist. Passend zum 200. Geburtsjahr von Franz Liszt hat der Virtuose unter anderem Liszts h-Moll-Sonate eingespielt, die am 22. Januar 1857 in Berlin durch Hans von Bülow auf einem Flügel von Carl Bechstein zur Uraufführung gebracht worden war. Darüber hinaus hat Haiou Zhang „Les jeux d'eaux à la villa d'este“ aus „Années de pèlerinage“, „Funérailles“ aus „Harmonies poétiques et religieuses“, „St. François d'Assise préchant aux oiseaux“ aus „Deux Légendes“ sowie die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 in der Bearbeitung von Vladimir Horowitz (1903-1989) aufgenommen. Hörenswert!

„Fingerprints“ von Haiou Zhangs

„Fingerprints“ von Haiou Zhangs

„Meine CD ,Fingerprints’ enthält Kompositionen verschiedener Stil-Richtungen und Epochen; so unterschiedlich die Werke auch sind – sie haben  eines gemeinsam: mit jedem dargebotenen Stück verbinde ich großartige, mitunter berührende Konzerterlebnisse“, erläutert Haiou Zhang das Konzept seiner CD, und ergänzt: „Jedes Stück habe ich mindestens 50 Mal weltweit vorgetragen. Diese vielschichtigen Konzerterfahrungen sind nun in die Aufnahmen eingegangen und erwecken die Tonbilder zu neuem Leben.“

Das Album wurde auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin aufgenommen.

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