17.06.2026

FaustForum - Neues Kulturzentrum mit Konzertsaal in Staufen/ Breisgau eröffnet

Dass in Deutschland ein neues Kulturzentrum mit einem neuen Konzertsaal eröffnet wird, passiert nur noch sehr selten. In Staufen im Breisgau ist das nun geschehen.

Dass in Deutschland ein neues Kulturzentrum mit einem neuen Konzertsaal eröffnet wird, passiert nur noch sehr selten. In Staufen im Breisgau ist das nun geschehen. Und im dortigen „FaustForum“ glänzt nun auch ein neuer C. Bechstein Konzertflügel D 282.

„Ein Meilenstein für Kultur und Begegnung“ textete der SWR zur Eröffnungswoche über das FaustForum Staufen, das ein Ort für Konzerte, Kino, Mediathek und andere kulturelle Nutzung und vor allem ein Ort der Begegnung für die rund 8.500 Einwohner der Kleinstadt sein soll.

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„Ich hoffe, dass dieses Haus wirklich zu einem Wohnzimmer hier in Staufen wird. Aber nicht nur für Staufen, sondern auch für die umliegenden Gemeinden“

(Annett Baumeister im SWR, Leiterin des FaustForums und Kulturmanagerin in Staufen)

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Das Gebäude selbst wurde von einem Waldkircher Architektenbüro entworfen und in übersichtlicher Bauzeit und mit überschaubaren Kosten (rund 20 Mio) errichtet. Der Konzertsaal bietet 460 Plätze und eine hervorragende Akustik.

Nach dem Eröffnungswochenende, an denen Musikerinnen und Musiker aus der Region ihren neuen Saal und Flügel in Besitz nahmen, beeindruckte die Chopin-Preisträgerin Julianna Avdeeva ihr Publikum mit einem spannenden Programm. „Die Chromatische Fantasie und Fuge von J. S. Bach zu Beginn geriet auf dem neuen Bechstein-Konzertflügel sehr differenziert mit einer auf einen langen Spannungsbogen angelegten Fuge“, konnte man im Internet nachlesen. Das Lisztsche Spätwerk habe die ungeheuren Kraftreserven der Pianistin offenbart. „Nach der Pause wurde das Publikum Zeuge einer singulären Aufführung der Chopinschen Preludes op. 28“. Selten habe man diese oft aphoristisch-kurzen Charakterstücke so vielschichtig interpretiert gehört - vom fast ersterbenden Klang im a-moll Prelude bis zum ekstatischen Ritt des b-moll Preludes. „Spätestens hier wurde auch klar, dass mit dem 2,82m-Bechstein ein Instrument vorhanden ist, welches eine ungeheure dynamische Bandbreite zu realisieren vermag.“

Ein „herausragendes Konzerterlebnis“ bot unlängst auch das Joolaee Trio. Das Trio – bestehend aus der Pianistin Schaghajegh Nosrati, dem Kamancheh-Virtuosen Misagh Joolaee und dem Schlagzeuger Sebastian Flaig – verbindet klassische europäische mit persischer Musik und schafft so faszinierende, ganz eigene Klangwelten. Schaghajegh Nosrati hatte bereits im letzten Jahr gemeinsam mit Jean-Sélim Abdelmoula in Berlin den C. Bechstein Konzertflügel D 282 ausgewählt, der nun im FaustForum Staufen den Ton angibt. Und die Dozentin der Barenboim-Said Akademie zeigte sich in Staufen auch sehr zufrieden mit dem in Berlin ausgesuchten Instrument.

Fotos: Frank Schinski und Markus Zimmermann (Faustforum Staufen), Natascha Kornilowa und Gregor Willmes