Franz Schubert: Winterreise, D 911, Teil 1 und Teil 2 im C. Bechstein Centrum Wien
Musik, die berührt – Bilder, die bleiben.
Schuberts Winterreise ist nicht nur der bedeutendste Liederzyklus der Romantik – sie ist ein radikales, existenzielles Werk von erschütternder Aktualität.
Und doch begegnet man ihr oft regungslos: ein Sänger neben dem Flügel im Frack.
Wie kann das sein – bei der Energie und Dringlichkeit dieser Musik?
Dieses Werk ist verstörend und heilend zugleich.
Es erzählt von Einsamkeit, Entfremdung, Sehnsucht und Hoffnung – von jenen Bewegungen des Lebens, die wir alle kennen. In ihnen sind wir einander gleich – unabhängig von Rolle, Titel oder Herkunft.
Unsere Antwort:
Wir bringen die Winterreise in Bewegung.
Szenisch, körperlich, räumlich verdichtet entsteht ein Erfahrungsraum, der berührt und irritiert.
Eines tun wir nicht: wir lassen niemanden kalt.
Stimmen aus dem Publikum:
- „Man hätte eine Stecknadel fallen hören.“
- „Ich bin fix und fertig – aber glücklich.“
- „Ich habe die Winterreise schon oft gehört, aber das war einmalig.“
- „Sie müssen viel erlebt haben, um das so singen zu können.“
- „Frau Aldinger spielt Schubert mit einer Leichtigkeit – beeindruckend.“
In unserer Arbeit nähern wir uns dem Zyklus szenisch, darstellerisch und musikalisch verdichtet – mit Mut, persönlicher Wahrheit und großer Nähe zum Publikum.
Stefan Bien – Bariton
Geschäftsführer eines internationalen Unternehmens im Bereich Online-Marketing – und zugleich Bariton aus Leidenschaft.
Nach einem Burnout und einer Phase tiefer Erschöpfung fand er über den Jakobsweg, die Malerei und schließlich den Gesang zurück zu sich selbst.
„Sie werden Ihren Weg sicher
gehen, toi, toi, toi.“, sagte ihm Thomas Quasthoff – und initiierte damit den Weg zu seiner künstlerischen Bestimmung.
Wichtige Impulse erhielt er u. a. durch die Arbeit mit Jean-Noël Briend, Tobias Berndt, Olaf Bär und Jan Fackelmann.
Mit einem Stimmumfang von drei Oktaven überzeugt er durch stimmliche Vielschichtigkeit, Tiefe und farbenreiche Klangnuancen.
Julia Aldinger – Klavier
In einer deutsch-russischen Musikerfamilie aufgewachsen, entdeckte sie erst durch einen Studentenjob als Notenwenderin in Liederabenden von Peter Schreier ihre Leidenschaft für das Kunstlied. Ihre pianistische Ausbildung führte sie an renommierte Hochschulen in Dresden, Weimar und St. Petersburg.
Prägende künstlerische Impulse erhielt sie in den Liedklassen von Christine Hesse, Karl-Peter Kammerlander und Olaf Bär sowie in Meisterkursen u. a. bei Amadeus Webersinke, Peter Schreier, András Schiff und Gerold Huber.
Nach intensiver musikalischer Tätigkeit entschied sie sich zunächst für die Familie – und ging einen ungewöhnlichen Weg: Sie absolvierte eine zweite Ausbildung zur Biologielaborantin und arbeitete mehrere Jahre am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf in der Krebsforschung.
Heute ist sie zurück in der Musik: Als Liedpianistin steht sie wieder auf der Bühne – mit neuer Tiefe und künstlerischer Reife – und gibt ihre Erfahrung als Klavierdozentin am Landesgymnasium für Musik Dresden an die nächste Generation weiter.
Eintritt: freie Spende