Ludwig van Beethoven hat sich als einer der ersten Komponisten bewusst gesellschaftlich und politisch engagiert und sein Schaffen wie seine Stellung in der Gesellschaft als sozialen und politischen Ausdruck verstanden. Indem er sich einer festen Anstellung am Hof entschied, zeigte er sich als Rebell, seine Musik faszinierte und ängstigte zugleich.Dies zeigt auch die Tatsache, dass sich im Jahr 1814 die Wiener Geheimpolizei für Beethovens Werke bzw. dessen Wirkung auf das Publikum interessierte. Sollte Beethoven den politischen Machthabern als gesellschaftlich wichtige Persönlichkeit für ihre Zwecke dienlich sein, fürchteten sie doch im selben Moment seine gesellschaftskritischen Äußerungen gegen die vorherrschende Standesgesellschaft. Es zeigt, das Musik als politische Inszenierung über alle Jahrhunderte hinweg bis heute ebenso instrumentalisierbar für wie gegen bestehende Strukturen genutzt wird.
Saleem spielt in seiner Reihe "Begegnungen mit Beethoven" nicht nur alle 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Fester Bestandteil seines Gesamtprojekts sind atmosphärische Film- und Interviewsequenzen, die der Pianist bei Aufführungen des Zyklus' in Israel und Deutschland aufgenommen hat.
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Programm
Ludwig van Beethoven Sonate c-Moll op. 10 Nr. 1
Ludwig van Beethoven Sonate B-Dur op. 22
Ludwig van Beethoven Sonate G-Dur op. 31 Nr. 1
Ludwig van Beethoven Sonate D-Dur op. 28 ("Pastorale")
Das Konzert findet in Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin und C. Bechstein statt.
Foto © Liudmila Jeremies