Ludwig van Beethoven hat sich als einer der ersten Komponisten bewusst gesellschaftlich und politisch engagiert und sein Schaffen wie seine Stellung in der Gesellschaft als sozialen und politischen Ausdruck verstanden. Indem er sich einer festen Anstellung am Hof entschied, zeigte er sich als Rebell, seine Musik faszinierte und ängstigte zugleich. Mit seinem Zyklus "Begegnungen mit Beethoven" will der Pianist Saleem Ashkar auf die noch heute bestehende gesellschaftliche Relevanz von Beethovens Werken hinweisen. Denn Beethoven ist für Ashkar musikalischer Revolutionär und Vordenker zugleich: „Ich wollte neben dem Musizieren den Kontext erforschen, in dem die Werke geschrieben wurden – wie sie zu Beethovens Zeit und wie sie seitdem wahrgenommen worden sind.“ Die unterschiedlichen Facetten von Beethovens „menschlichem und kulturellem Erbe“ spiegeln verschiedene Aufführungsorte kongenial wider.
So stehen nicht nur alle 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens auf dem Programm. Fester Bestandteil seines Gesamtprojekts sind atmosphärische Film- und Interviewsequenzen, die der Pianist bei Aufführungen des Zyklus' in Israel und Deutschland aufgenommen hat.
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Programm
Ludwig van Beethoven: Sonate f-Moll op. 2 Nr. 1
Ludwig van Beethoven Sonate Es-Dur op. 27 Nr. 1
Ludwig van Beethoven Sonate e-Moll op. 90
Ludwig van Beethoven Sonate C-Dur op. 53 („Waldstein“)
Die Konzertreihe findet in Kooperation mit C. Bechstein statt.
Im Anschluss an das Konzert im Werner-Otto-Saal des Konzerthaus Berlin diskutiert Saleem Ashkar u.a. mit Intendant Sebastian Nordmann über das Thema des Abends, „Musik eines Revolutionärs“.
Foto © Liudmila Jeremies