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Junge Talente am Bechstein

Ein Klavierabend der besonderen Art fand im November im C. Bechstein Centrum Berlin statt. Der erst elf Jahre alte Kevin Chen spielte Bach, Mozart und Chopin sowie eigene Kompositionen auf dem C. Bechstein D 282 Konzertflügel.

Das angesehene französische Musikmagazin „Pianiste“ veröffentlichte einen Artikel über dieses Konzert. Der Autor des Artikels Stéphane Friédérich schwärmt in seinem Artikel von dem großen Talent des jungen Musikers. Er schreibt, dass echte Wunderkinder nicht so häufig zu finden seien, es sich bei Kevin Chen aber wirklich um eines zu handeln scheine.

„Es ist nicht einmal nur die technische Perfektion, die Kevin Chen an den Tag legt. Eine ähnliche Fingerfertigkeit und Geläufigkeit zeigen auch viele andere Kinder seiner Altersgruppe. Es ist mehr als nur die Herausarbeitung der Strukturen der Musikstücke, das gute Rhythmusgefühl, die scheinbare Ruhe seines Vortrages, die Geschmeidigkeit und das kontrollierte Spiel auf dem wundervollen C. Bechstein D 282 Konzertflügel. Es ist das Verstehen der musikalischen Sprache. Kevin spielt nicht nur einfach nach, was ihm vorgemacht wird; er hat seinen eigenen Stil, er hat ein Konzept für seine Musik,“ so Stéphane Friédérich über Kevin Chen.

Kevin beendete sein Konzert mit vier selbst komponierten Stücken. Er spielte Melodien, die aus dem Chinesischen zu kommen schienen mit Reminiszenzen an Rachmaninov.

Seine Klavierlehrerin am Mount Royal Konservatorium in Calgary, Kanada, Colleen Athparia sagt über Kevin: „Ich habe schon viele, viele talentierte Kinder und Wunderkinder unterrichtet, aber noch niemals eines wie Kevin. Er versteht die Musik so tief – ich führe ihn, aber ich würde niemals sagen, dass ich ihn wirklich unterrichten würde.“

Wenn man Kevin selbst nach seinem Talent fragt, erfährt man nicht viel: „Ich liebe den Klang des Klaviers,“ sagte er. „Es macht mir einfach Spaß.“ 

Fotos @Gregor Willmes