2016 konnte man Elisabeth Leonskaja das letzte mal live in Duisburg erleben. Die aus Georgien stammende, seit 1978 in Wien lebende Pianistin gab schon mit 11 Jahren ihre ersten Konzerte. Später studierte sie am Moskauer Konservatoriums und gewann bereits zu dieser Zeit Preise bei den berühmten internationalen Klavierwettbewerben: Enescu, Marguerite Long und Queen Elisabeth. Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit mit Swjatoslaw Richter geprägt. Der geniale Pianist erkannte ihr außergewöhnliches Talent und förderte sie, indem er sie einlud etliche Duo-Konzerte mit ihm zu spielen. Die musikalische und persönliche Freundschaft zwischen Swjatoslaw Richter und Elisabeth Leonskaja hielt bis zum Ableben Richters im Jahre 1997 an. 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden.
Mit ihrem Rezital am Bechstein-Flügel der Philharmonie Mercatorhalle zollt sie nun ihrer Wahlheimat Wien Tribut: In den großen Klavierwerken Franz Schuberts verbinden sich klassisches Erbe und romantische Zukunftsvision. Arnold Schönberg und Anton Webern, die beiden Meister der Zweiten Wiener Schule, drängten die weite zyklische Form zur hochkonzentrierten Miniatur zusammen.
Eintritt: 10 bis 25 Euro/ erm. 5,50 bis 13 Euro
Foto: © Marco Borggreve
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