Zlata Chochieva


"Man kann sich kaum ein Instrument vorstellen, das Gedanken und Ideen besser versteht als der Bechstein. Er ist ein wahrer Poet, der Musik zum Sprechen und Singen bringt."

- Zlata Chochieva

 

 

Zlata Chochieva erhielt erste internationale Aufmerksamkeit für ihre hoch gelobten Aufnahmen von Werken Chopins und Rachmaninows, die ein enge Verbundenheit mit diesen beiden Komponisten demonstrieren. Durch diese Einspielungen und ihre tiefsinnige Aufrichtigkeit und Vorstellungskraft hat sie sich ein eigenständiges Profil als Pianistin erarbeitet. Das Magazin Gramophone lobte sie als Künstlerin „mit einer umfassenden Technik, die jeden Takt mit innerem Glühen erfüllt.“ Zlata Chochieva ist regelmäßig auf den großen Konzertpodien zu erleben, etwa im Herkulessaal München, im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall, in der Pariser Philharmonie, im Teatro La Fenice in Venedig, im Konzerthaus Berlin, in der Victoria Hall Genf, im Tivoli Kopenhagen, in der Casa da Música Porto, im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums und in der Sankt Petersburger Philharmonie. Zlata ist mit vielen bedeutenden Orchestern aufgetreten, darunter das Russische Nationalorchester, das BBC Scottish Symphony Orchestra, die Kopenhagener Philharmoniker, das Radiosinfonieorchester der Slowakei, das Münchner Kammerorchester und die Aarhuser Symphoniker. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Michail Pletnev, Karl-Heinz Steffens, Simon Gaudenz, Terje Mikkelsen, Charles Olivieri-Munroe, Tugan Sokhiev und Vladimir Spivakov zusammen. In der Saison 2019/2020 war Zlata als „Artist in Focus“ in drei verschiedenen Programmen des Aachener Sinfonieorchesters zu hören und debütierte zudem mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra. Solo-Klavierabende führten sie ins Wiener Konzerthaus, zur Vancouver Chopin Society und zu den Brüsseler Chopin-Tagen. Auf Einladung des Filmregisseurs Jan Schmidt-Garre spielte Zlata zwei Online-Klavierabende in der Quarantäne-Konzertreihe „Home Music Berlin“ im Berliner Schinkel-Pavillon. Sie wirkte außerdem bei den „Moments musicaux“ mit, einem Streaming-Angebot des Konzerthauses Berlin. Zlata Chochieva ist Preisträgerin vieler internationaler Klavierwettbewerbe, unter anderem des Internationalen Szymanowski-Wettbewerbs (Polen), des Tivoli-Klavierwettbewerbs (Dänemark), des Frechilla-Zuloaga- Wettbewerbs (Spanien) und des Alberto-Fano-Wettbewerbs (Italien). Beim ARD-Musikwettbewerb (Deutschland) erhielt sie den Mozart-Sonderpreis; beim Ersten Internationalen Klavierwettbewerb von Santa Catarina (Brasilien) wurde sie mit der Silbermedaille und dem Publikumspreis ausgezeichnet und gewann einen Sonderpreis als beste Chopin-Interpretin. Sie wird regelmäßig zu renommierten Musikfestivals eingeladen, etwa zum Miami International Piano Festival, zum Gilmore Keyboard Festival (als „Gilmore Rising Star“ in der Saison 2017/2018), zum Festival „Raritäten der Klaviermusik“ in Husum, zum Festival „Il Progetto Martha Argerich“ in Lugano und zum Lucerne Festival. 

Zlata Chochieva wurde in Moskau geboren und lebt in Berlin. Sie studierte bei Michail Pletnev an der Zentralen Musikschule Moskau und bei Pavel Nersessian am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium. Es schloss sich ein zweijähriges Aufbaustudium bei Jacques Rouvier an der Universität Mozarteum Salzburg an, wo sie mehrere Jahre lang als Assistentin ihres Lehrers tätig war. Zlata gründete das Internationale Rachmaninow-Festival auf dem Anwesen des Komponisten in Ivanovka und leitet es seit 2018.

Fotos @ Uwe Arens & Gregor Willmes

Zlata Chochieva: Chiaroscuro

Naïve Records Zlata Chochieva: Chiaroscuro

Auf ihrer neuen CD setzt Zlata Chochieva strahlende Werke von Wolfgang Amadeus Mozart vor den, wie sie sagt, „apokalyptischen Himmel“ der Musik von Alexander Skrjabin. Sie verbindet damit zwei Klangwelten, die mehr miteinander gemeinsam haben, als auf den ersten Blick offensichtlich. Die herrlich heiteren Variationen KV 573 und KV 455 schlängeln sich unendlich fein hin zu den hyperromantischen Preludes op. 15 und op. 16 Skrjabins. Zlata Chochievas kristallklare Artikulation macht hörbar, mit welchem Sinn für Phrasierung und Form beide Komponisten schreiben. Die dramatische 3. Sonate sowie Skriabins letzte, Nr. 10,  bilden das Herzstück des Albums und die meisterliche Ausarbeitung dieser Werke macht das Album zu einem echten Hörgenuss.

Chiaroscuro wurde im Dezember 2021 im b-sharp Studio in Berlin auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 aufgenommen.

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