Cyprien Katsaris

„Der neue Bechstein-Flügel zählt zu jenen wunderbaren Instrumenten, welche es den Pianisten erlauben, sich ohne Einschränkung auszudrücken und jeglichen musikalischem Stil zwischen dem 17. Jahrhundert und heute zu interpretieren.“

Cyprien Katsaris

 

Der Französisch-zypriotische Pianist und Komponist Cyprien Katsaris wurde 1951 in Marseille geboren. Er ist Preisträger bei verschiedenen Wettbewerben und gewann u.a. beim International Young Interpreter Rostrum-UNESCO (Bratislava 1977), sowie den ersten Preis im Internationalen Cziffra Wettbewerb (Versailles 1974), den Albert Roussel Foundation-Preis (Paris 1970) und den Alex de Vries Foundation-Preis (Antwerpen 1972). Sein ersten öffentliches Konzert gab Katsaris am Théâtre des Champs-Elysées in Paris am 8. Mai 1966 als "Knight" beim Jugendwettbewerb "The Kingdom of Music“.

In der Folge konzertierte Cyprien Katsaris mit den bedeutendsten Orchestern der Welt, wie den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Deutschen Symphonieorchester, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam u.a.. Katsaris arbeitete mit Dirigenten wie Leonard Bernstein, Mstislav Rostropovich, Sir Neville Marriner, Sir Simon Rattle, Christoph von Dohnányi, Charles Dutoit, Ivan Fischer, Nikolaus Harnoncourt, Kent Nagano, Sir Charles Mackerras, Vladimir Fedoseyev, Jukka-Pekka Saraste, Dmitri Kitajenko u.a.

Neben seiner Tätigkeit als Solist gründete Cyprien Katsaris das "Katsaris Piano Quintet", das erfolgreich in Europa, Japan und Amerika konzertierte.

Katsaris hat in großem Umfang für verschiedene Labels aufgenommen, z.B. Teldec (Grand Prix du Disque Frédéric Chopin, Warschau 1985 aufgezeichnet Aufnahme des Jahres 1984, Deutschland, für die 9. Sinfonie von Beethoven / Liszt), Sony Classical, EMI, Deutsche Grammophon, BMG-RCA, Decca, Pavane, und jetzt auf seinem eigenen Label, PIANO 21. Seine Diskographie umfasst Solowerke von den meisten der größten Meister sowie Werke für Klavier und Orchester einschließlich Bach Konzerte mit dem Kammerorchester Franz Liszt, Brahms und die kompletten Konzerte von Mozart, live aufgenommen in Salzburg und Wien. Zwei berühmte Filmregisseure, Claude Chabrol und Oscar-Preisträger François Reichenbach, haben Filme von Cyprien Katsaris in Live-Konzerten gemacht.

Cyprien Katsaris war Jury-Mitglied bedeutender Wettbewerbe, wie dem Chopin-Wettbewerb, dem Liszt-Wettbewerb, Beethoven-Wettbewerb u.a. Er hat Meisterklassen in New York, Toronto, Mexiko, Den Haag, dem Salzburger Mozarteum u.a. gegeben.

Foto © Guo Wei

Cyprien Katsaris - live im Central Conservatory of Music, Beijing

A Chronological Odyssee

A Chronological Odyssee

 

„Gewichtig und gewitzt, gelehrt und vernarrt, staatstragend und kinderlich“ findet Fono Forum (10/2020): Auf sechs CDs begibt sich Cyprien Katsaris auf einen chronologischen Weg von Beethovens erster bis zu seiner letzten Komposition für Klavier. Neben einer Reihe von seinen Originalwerken finden sich in dieser Sammlung für das Label Piano 21 auch selten gehörte Transkriptionen von Ludwig van Beethoven, Carl Czerny, Anton Diabelli, Modest Mussorgsky, Richard Wagner, Louis Winkler und Camille Saint-Saëns. Katsaris präsentiert Beethoven hier in seiner ganzen pianistischen Dimension. Das renommierte britische Fachmagazin Gramophon lobt übrigens auch den „warm intonierten Bechstein“, den Aufnahmeort (Église Évangélique Saint-Marcel in Paris) und den Produzenten Nikolaos Samaltanos und zieht im Hinblick auf Cyprien Katsaris das Fazit: „Das gesamte Projekt ist das Ergebnis der Vision eines Mannes.“

 

Cyprien Katsaris: Wahlverwandtschaften

Cyprien Katsaris: Wahlverwandtschaften

Cyprien Katsaris hat eine neue CD auf einem C. Bechstein-Flügel D 282 aufgenommen. Wie die "Wahlverwandtschaften", Goethes gefeierter Roman, vereint das Thema dieser CD mehrere Stücke aus unterschiedlichen Epochen und kulturellen Hintergründen. Katsaris spielt Originalkompositionen für Klavier, Transkriptionen und zwei eigene Stücke, die Chopin und Rachmaninov gewidmet sind.

Im Booklet-Text seiner CD schreibt er: "Der neue Bechstein-Konzertflügel ist eines der wunderbaren Instrumente, die dem Pianisten noch mehr AUsdrucksmöglichkeiten im gesamten Spektrum der musikalischen Stile vom 17. Jahrhundert bis zum heutigen Tag bietet. Deshalb ist das Programm für diese Aufnahme so vielfältig... Ich würde hinzufügen, dass bei mir eine enorme Affinität zum Bechstein-Konzertflügel entstanden ist."

Stanisław Moniuszko – Opera Songs for Piano

Piano 21 Stanisław Moniuszko – Opera Songs for Piano

Auf Stanisław Moniuszko – Opera Songs for Piano widmet sich der französisch-zypriotische Pianist und Komponist Cyprien Katsaris dem polnischen Komponisten Stanisław Moniuszko (1819-1872), der vorrangig mit seinen Opern, Operetten, Messen und Liedern bekannt geworden ist, bisher jedoch kaum durch seinen Beitrag zur Klaviermusik Berühmtheit erlangte: "Obwohl er nicht viele Stücke für Klavier geschaffen hat, ist der Wert dieser wunderbaren Miniaturen erstaunlich: wir haben es mit echten Schätzen zu tun“, schreibt Katsaris im Begleittext. Neben diesen reinen Klavierkompositionen, wie Polkas, Nocturnes, Mazurken, Bagatellen oder Villanellen enthält das Album mehrere Klaviertranskriptionen aus Liedern Moniuszkos und seinen bekanntesten Opern wie Halka, Der Flößer oder Das Gespensterschloss, die zum Teil von Moniuszko selbst transkribiert wurden. Das Album wurde im März 2019 im Witold Lutosławski Konzertstudio, Warschau, auf einem C. Bechstein D 282 aufgenommen.

Beethoven: A Chronological Odyssey

Piano 21 Beethoven: A Chronological Odyssey

"Der Pariser Pianist Cyprien Katsaris, der sein eignes Label unterhält, hat, als Nachtrag zum früh vollendeten Beethovenjahr, auf einem wundervoll rund und satt tönenden Bechsteinflügel noch einmal hochvirtuos die ganze musikalische Laufbahn Beethovens nachgezeichnet: „Beethoven. A chronological Odyssey“ heißt diese sensationelle 6-CD-Box (Piano21/Naxos). Man findet hier alles, was ansonsten gern unterschlagen wird, in Originalkompositionen oder Bearbeitungen. Neben dem Großen (op. 111) steht das Kleinliche („Ritterballett“), neben dem Heißgeliebten („Moonlight“) das Missverstandene (zum Beispiel Richard Wagners Klavierfassung des Adagio aus der Neunten), neben dem Grenzensprengenden (op. 77) auch Missratenes, etwa die passagenwütigen Variationen WoO 80, die Beethoven, als er sie zufällig einmal spielen hörte, nicht wieder erkannte und, als er hörte, das sei von ihm selbst, rief: „Oh Beethoven, was für ein Esel bist du gewesen!“"

– Rondo

"Katsaris captures the youthful zest of these early works wonderfully well. Moreover, he has been canny in his choice of piano (a warmly voiced Bechstein), recording location (Église Évangélique Saint-Marcel in Paris) and producer (Nikolaos Samaltanos). The piano in this acoustic is very easy on the ear. The record label, Piano 21, is the pianist’s own, as are the most informative notes on the music. The whole project is the result of one man’s vision. It helps."

– Gramophone

"Der 69-jährige Katsaris braucht niemandem mehr etwas zu beweisen. Er stellt sein großes Talent und seine Autorität mit Interpretationen unter Beweis, die zwar sehr persönlich sind, aber nie überzogen, recherchiert oder gar manieriert. Ob in den Transkriptionen oder in den Sonaten, seine Ansichten sind bewundernswert solide ausgearbeitet und schlüssig."

– Pizzicato

Mehr Informationen