05.12.2022

Drei Musen im Konzerthaus

Zur Feier der 30-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Georgien und Deutschland traten Lisa Batiashvili, Dudana Mazmanishvili und Nino Haratischwili im Berliner Konzerthaus auf.

Den Titel „Drei Musen und die Vielfalt Georgiens“ trug eine großartige Veranstaltung im Konzerthaus Berlin, die jetzt zur Feier der 30-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Georgien und Deutschland stattfand.

Die georgische Schriftstellerin Nino Haratischwili las Auszüge aus ihren Büchern, die von großer Erzählkunst zeugten und von leichter Ironie durchzogen waren. Die Geigerin Lisa Batiashvili und Dudana Mazmanishvili am C. Bechstein Konzertflügel des Konzerthauses spielten Werke von Revaz Laghidze (eine hochvirtuose Toccata für Klavier solo), Giya Kancheki (zwei hinreißende Miniaturen für Violine und Klavier), Alekis Machavariani (ein hinreißendes Werk für Violine solo), Bach/Busoni (die berauschende Chaconne) sowie als himmlisches Finale die letzten beiden Sätze aus César Francks A-Dur-Sonate für Violine und Klavier.

Spannend war auch das Podiumsgespräch der drei Künstlerinnen, da man viel über Georgien in den 1990er Jahren und gleichzeitig über die engen Beziehungen zwischen Georgien und Deutschland lernen konnten. So hatten nicht nur Haratischwili, Batiashvili und Dudana in Deutschland studiert, wo sie auch heute noch leben, sondern auch der zum festlichen Anlass angereiste georgische Parlamentspräsident, der sein Grußwort frei und ebenfalls in ausgezeichnetem Deutsch vortrug. Ein fast schon sarkastisches Bonmot hielt Haratischwili noch bereit, als sie aus ihrer Jugend in Georgien berichtete: Die Georgier wüssten, wie man ohne Strom und Gas auskomme, sie könne ein Buch darüber schreiben …