Friedenskonzert mit Andrey Gugnin und Denys Maksymchuk

Der russische und der ukrainische Pianist musizieren zusammen als Bitte um Frieden zwischen ihren beiden Herkunftsländern.

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Ein Zeichen für den Frieden setzen der russische Pianist Andrey Gugnin und sein ukrainischer Kollege Denys Maksymchuk. Nachdem Russland im letzten Jahr seinen Angriff auf die Ukraine startete, zog Andrey Gugnin aus Russland nach Kroatien und gab alle Konzerte in seinem Herkunftsland von einem auf den anderen Tag auf. Als einer der erfolgreichsten Künstler Russlands zeigt diese Geste seine große Überzeugung und sein starkes Engagement für die Rechte seiner Mitmenschen. Zusammen mit Denys Maksymchuk, geboren in einem kleinen Dorf der Ivano-Frankivsk Region, gestaltet er einen vielseitigen und überraschungsreichen Konzertabend im historischen Ehrbar-Saal in Wien. Alle Einnahmen dieses Konzertes werden an Projekte und Organisationen zur Hilfe der Ukraine gespendet.

 

Der russische Pianist Andrey Gugnin ist Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe. Highlights waren unter anderem die Goldmedaille und der Publikumspreis beim XCI Internationalen Gina Bachauer Klavierwettbewerb 2014 sowie der zweite Preis beim Internationalen Beethoven Klavierwettbewerb 2013 in Wien. Spätestens seit seinem überragenden Sieg beim Internationalen Klavierwettbewerb in Sydney im Jahr 2016 hat er als leidenschaftlicher Virtuose international auf sich aufmerksam gemacht. Andrey Gugnin war bei namhaften Orchestern zu Gast, darunter das London Philharmonic Orchestra, das Niederländische Sinfonieorchester, das Utah Symphony Orchestra, das West Australian Symphony Orchestra und das Sydney Symphony Orchestra, und trat unter der Leitung von Jaap Van Zweden, Reinbert de Leeuw, Daniel Raiskin, Stanislav Kochanovsky und Asher Fisch auf. Darüber hinaus arbeitete er mit Kammerorchestern wie dem Asko Schönberg Ensemble, dem Orchestre de Chambre de Genève, der Jerusalem Camerata und der Camerata Salzburg zusammen.

Gugnins wachsende Liste von Auftrittsorten umfasst den Wiener Musikverein, das Auditorio Nacional in Madrid, die Victoria Hall in Genf, die Carnegie Hall in New York, die Abravanel Hall in Salt Lake City, das Sydney Opera House, den Großen Saal des Moskauer Staatskonservatoriums, die Mariinsky Concert Hall, den Louvre in Paris, die Tokyo Metropolitan Art Space und die Asahi Hamarikyu Hall. Gugnin war zudem im Rahmen renommierter Festivals zu hören, darunter das Verbier Festival, das Klavier Festival Ruhr, das Dubrovnik Summer Festival, das Ohrid Summer Festival und das Duszniki Chopin International Festival.

Andrey Gugnins umfangreiche Diskographie umfasst Repertoire, das von Soloklavierwerken bis zu symphonischen Bearbeitungen reicht. Seine Veröffentlichung von Liszts Transzendentalen Etüden (Piano Classics, 2018) wurde als Editor's Choice gelobt und zeichnete Gugnin als "one to watch" (Gramophone) aus. Weitere bemerkenswerte Aufnahmen sind sein Duo-Programm mit der Geigerin Ioana Cristina Goicea (Atoll Records, 2019) und eine Sammlung von Klavierduetten mit Vadim Kholodenko (Delos International, 2010). Andrey Gugnin hat außerdem zahlreich für Rundfunkanstalten in Russland, den Niederlanden, Kroatien, Österreich, Australien, der Schweiz und den USA aufgenommen. Derzeit pflegt Gugnin eine enge Zusammenarbeit mit Hyperion Records. Sein jüngstes Album mit allen Mazurken von Skrjabin (2022) wurde vom Limelight Magazine als Aufnahme des Monats ausgezeichnet. Seine Aufnahme mit Klavierkonzerten von Schostakowitsch (Delos International, 2007) wurde für den Soundtrack von Steven Speilbergs Oscar®-prämiertem Film Bridge of Spies – Der Unterhändler ausgewählt.

 

Denys Maksymchuk wurde 1998 in der Ukraine geboren. Im Alter von 7 Jahren, nachdem er seinen ersten Klavierwettbewerb gewonnen hatte, trat er in die Schule Solomija Krusheljnitckaya in Lemberg in die Klasse von Prof. T. Alexandrova ein. 2013 war er dritter Preisträger beim „Chopin Jugendklavierwettbewerb“ in Warschau und erster Preisträger beim „Stankovich-Klavierwettbewerb“ in Kiew sowie beim „Kammermusikwettbewerb Starchenko“ und beim „Prokofjew Wettbewerb“ in Donezk. 2015 erhielt er einen weiteren ersten Preis bei einem internationalen Nachwuchswettbewerb in Prag.
Im Alter von 17 zog er nach Wien, um in der Klasse von Prof. Tamara Atschba zu studieren. Im selben Jahr gewann er den 1. Preis für die beste Prokofjew-Aufführung bei der „Great Composers Competition" und später auch den 1. Preis für die beste Rachmaninow-Aufführung ebenda. Denys Maksymchuk konzertiert regelmäßig europaweit als Solist in Recitals und mir Orchestern. Seine Konzerte in Wien wurden von der Presse als "absolut faszinierendes" gelobt. A
Im Februar 2019 wurde er mit dem 1. Preis des internationalen Klavierwettbewerbs ‚Agustin Aponte‘ auf Teneriffa, gefolgt vom Grand Prix beim ProArt-Wettbewerb und der Bronzemedaille beim internationalen Ferenz-Liszt-Wettbewerb in Budapest ausgezeichnet.
Im Jahr 2019 wurde er von der Cziffra Stiftung unterstützt und startete eine Tournee mit Werken von Liszt und Chopin. Wir freuen uns, dieses Talent nach langer Pause endlich wieder auf der Bühne erleben zu können.

 

Programm

Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin 
Borys Lyatoshynsky: Prelude Nr. 1 op. 38 
Camille Saint-Saens/ Franz Liszt/ Vladimir Horowitz: Dance macabre

Domenico Scarlatti: Sonaten K380, K24
Claude Debussy: Suite Bergamasque
Igor Stravinsky: Trois mouvements de Pétrouchka

 

 

 

Ehrbar Saal
Mühlgasse 30
1040 Wien