Abgesagt: Kit Armstrong I: 1520–1620 - Das Goldene Zeitalter

Der erste Teil von Kit Armstrongs Zeitreise am 19. Januar 2021 im Brucknerhaus Linz mit Kompositionen des 16. und 17. Jahrhunderts mit Werken von Bird, Tellis, Preston u.a. muss coronabedingt leider abgesagt werden.

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In der „Zeit“-Saison 2020/21 laden die Klavierrecitals zu einer einzigartigen Hör-Reise durch 500 Jahre Musikgeschichte ein. Starpianist Kit Armstrong stellt in fünf Programmen, zwei davon im Rahmen der C. Bechstein Klavierabende, jeweils ausgewählte Kompositionen eines Jahrhunderts vor und wirft damit einen ebenso subjektiven wie faszinierenden Blick auf die Entwicklung der Musik für Tasteninstrumente zwischen 1520 und 2020. Das erste Konzert widmet sich dem Goldenen Zeitalter der englischen Musik, dessen wichtigstes Instrument das Virginal war und dessen zentraler Komponist, William Byrd, mit einer repräsentativen Auswahl seiner Werke im Mittelpunkt des Programms steht. Daneben erklingen Kompositionen seiner Zeitgenossen Thomas Preston, John Bull, Giles Farnaby und Thomas Tallis. Den Abschluss bildet die berühmte Fantasia cromatica des Niederländers Jan Pieterszoon Sweelinck, der stilistisch den englischen „Virginalisten“ nahestand.

Von der New York Times als „brillanter Pianist” beschrieben, der „musikalische Reife und jugendliche Kühnheit in seinem außergewöhnlichen Spiel kombiniert”, zählt der amerikanische Pianist Kit Armstrong zweifellos zu den außergewöhnlichsten musikalischen Talenten der Gegenwart. Entsprechend renommiert sind darum die Namen, mit denen er bisher auf der internationalen Bühne in Erscheinung trat: Dirigenten wie Christian Thielemann, Herbert Blomstedt oder Riccardo Chailly, genauso wie Orchester auf dem Niveau der Wiener Philharmoniker, des Bayerischen Rundfunkorchesters oder der Academy of St. Martin in the Fields belegen Kit Armstrongs musikalische Meisterschaft. Es kommt daher nicht von ungefähr, wenn niemand Geringeres als Alfred Brendel schon über den 13-jährigen Kit Armstrong konstatierte: „Dieser Junge ist die größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin.“

Programm
T. Preston: († ca. 1563): Uppon la mi re
J. Bull (1562/63–1628): In nomine a-moll, FVB 119, Fantasia d-moll FVB 108
G. Farnaby (um 1563–1640): A Maske g-moll FVB 198, Giles Farnaby’s Dreame D-Dur FVB 194, His Rest. Galiard G-Dur, FVB 195, His Humour G-Dur FVB 196
William Byrd (um 1540–1623): Hugh Ashton’s Grownde a-moll FVB 60 = BK 20, Will yow walke the woods soe wylde FVB 67 = BK 85, The Earle of Oxfords Marche G-Dur, FVB 259 = BK 93, The Bells C-Dur, FVB 69 = BK 38, Pavana and Galiardo Sir William Petre g-moll, BK 3
Thomas Tallis (um 1505–1585): Felix namque I g-moll, FVB 109
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562–1621): Fantasia cromatica d-moll, SwWV 258

Fotos © Neda Navaee

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