Robert Schumann schrieb seine Drei Romanzen op. 94 in drei Tagen – als Weihnachtsgeschenk für Clara. Seine Violinsonate WoO 2 dagegen blieb jahrzehntelang in der Schublade: erst 1956, hundert Jahre nach seinem Tod, erschien sie im Druck. Clara Schumanns Drei Romanzen op. 22 antworten mit einer Stimme, die ganz ihr eigen ist. Und am Ende des Abends: Richard Strauss, 23 Jahre alt, mit einer Violinsonate, deren feuriges Finalthema bereits den Schatten von Don Juan vorauswirft.
Programm:
Robert Schumann
Drei Romanzen op. 94
Violinsonate Nr. 3 a-Moll WoO 2
--PAUSE--
Clara Schumann
Drei Romanzen op. 22
Richard Strauss
Violinsonate Es-Dur op. 18
Arata Yumi, Violine
Madoka Ito, Klavier
Der japanische Geiger Arata Yumi hat sich mit seiner dynamischen Virtuosität und seinem unverwechselbaren Zugang zur Musik beim Publikum in Asien und Europa als einer der herausragenden jungen Musiker seiner Generation etabliert.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 2011 beim Henryk-Wieniawski-Wettbewerb, wo er unter anderem den Preis für den jüngsten Finalisten erhielt. Dieser Erfolg führte zu zahlreichen Engagements in renommierten Konzertsälen wie der Tonhalle Zürich, der Suntory Hall und der Lysenko Hall. Im März 2015 gab er in Taipeh sein Debüt mit dem National Symphony Orchestra of Taiwan unter der Leitung von Xian Zhang, als er kurzfristig für Midori Goto in Sibelius' Violinkonzert einsprang. Im November 2018 wurde er zudem mit dem 5. Preis beim Internationalen Long-Thibaud-Crespin Violinwettbewerb ausgezeichnet.
Arata Yumi konzertierte mit Orchestern wie dem Argovia Philharmonic, der Nationalen Philharmonie der Ukraine, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra und dem Tokyo Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Krzysztof Urbański, Andrea Battistoni, Umberto Benedetti Michelangeli, Mikola Dyuadjura und Marc Kissoczy. Als engagierter Kammermusiker war er bei Festivals wie dem Gstaad Menuhin Festival und dem Musikfestival Ernen zu erleben und musizierte mit Künstlerinnen und Künstlern wie Martha Argerich, Michel Dalberto, Midori Goto, Éric Le Sage, Bartlomiej Niziol, Claudius Herrmann, Malin Hartelius, Alasdair Beatson, Gary Hoffmann und Alexander Rudin.
In der Saison 2024/2025 war er stellvertretender Konzertmeister des Gürzenich-Orchesters Köln. Zuvor war er von 2020 bis 2023 als 2. und 1. Konzertmeister der Nordwestdeutschen Philharmonie tätig. Darüber hinaus wirkte er als Gastkonzertmeister des Gürzenich-Orchesters Köln, der Oper Köln, der Bochumer Symphoniker und des Osnabrücker Symphonieorchesters und arbeitete dabei mit Dirigenten wie François-Xavier Roth, Sakari Oramo und Sir George Benjamin zusammen.
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Barocksaal Award Kyoto (2019), der Aoyama Music Award Kyoto (2017), der 1. Preis des Kiefer-Hablitzel Musikpreises Bern (2016) sowie weitere erste Preise bei Wettbewerben wie dem Wieniawski & Lipinski Wettbewerb in Lublin und dem G.B. Guadagnini Wettbewerb in Tokio. Zudem erhielt er Stipendien der Yamaha Music Foundation, der ROHM Music Foundation, der Ezoe Memorial Foundation und des Migros-Kulturprozents.
Nach seinem Studium bei Zakhar Bron und Ilya Gringolts an der Zürcher Hochschule der Künste setzte er seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig bei Erich Höbarth fort. In den Jahren 2017 bis 2018 war er Artist in Residence an der Königlichen Musik-Kapelle Elisabeth unter der Betreuung von Augustin Dumay. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt er bei Meisterkursen und Akademien wie der Verbier Festival Academy, der Gstaad Menuhin Festival & Academy, der Académie musicale de Villecroze und der Kronberg Academy, wo er mit Persönlichkeiten wie Ana Chumachenco, Christian Tetzlaff, Jean-Jacques Kantorow, Pamela Frank, Midori Goto, Leonidas Kavakos und Enrico Onofri arbeitete.
Madoka Ito ist eine japanische Liedpianistin und Kammermusikerin. Sie konzertiert regelmäßig mit Sängern und Instrumentalisten in Deutschland und gastierte sie auch in der Schweiz, Frankreich und Rumänien. Sie ist in Kammermusikreihen verschiedener Orchester zu hören, wie der NWD Philharmonie. Neben ihrer Konzerttätigkeit gibt sie Solokonzerte im geschlossenen Rahmen und wirkt in Projekten mit, die Musik und Theater miteinander verbinden.
Als Kammermusikpartnerin arbeitete sie mit Musikerinnen und Musikern führender Ensembles zusammen, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, das MDR Sinfonieorchester, die Karajan-Akademie und das Gürzenich-Orchester Köln. Sie musizierte mit Preisträgerinnen und Preisträgern internationaler Wettbewerbe wie dem Bundeswettbewerb Gesang, dem Internationalen Musikwettbewerb Prager Frühling und dem Concours de Genève. Beim Concours International de Mélodie Française in Toulouse wurde sie mit dem Prix de la Mélodie Contemporaine ausgezeichnet.
Daneben ist sie als Begleiterin bei Orchesterprobespielen und internationalen Meisterkursen gefragt, unter anderem bei Kursen von Nick Deutsch und Gregor Witt. Ebenso arbeitete sie mit Jean-Louis Capezzali, Diethelm Jonas und Heinz Holliger zusammen.
Ihr Studium begann sie in Japan, wo sie zunächst Musikwissenschaft studierte. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung in Deutschland fort und absolvierte an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ein Meisterklassenexamen in Liedgestaltung bei Prof. Alexander Schmalcz mit Auszeichnung sowie ein weiteres im Fach Klavierkammermusik. Künstlerische Anregungen erhielt sie von Anton Kernjak, Phillip Moll, Ian Bostridge, Hedwig Fassbender, Götz Peyer, Anne Le Bozec, Christiane Iven und Dirk Mommertz.
Als Korrepetitorin ist sie an mehreren Hochschulen tätig, so in den Klassen von Prof. Nick Deutsch (Oboe) und Prof. Peter Bruns (Violoncello) an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, in der Gesangsabteilung der Hochschule für Musik Dresden, wo sie als Assistentin in der Liedklasse von Prof. Olaf Bär tätig war, und an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. 2021 und 2023 lehrte sie an der Aichi University of the Arts in Japan. Im Sommer 2023 leitete sie einen Kurs für Sängerinnen, Sänger sowie Pianistinnen und Pianisten in Karuizawa.
Der Eintritt ist frei - Spenden für die Unterstützung der Künstler erwünscht.
Veranstalter: Arata Yumi & Madoka Ito
Fotos: Itaru Hirama (Foto Arata Yumi), Vita Kan (Foto Madoka Ito)