In memoriam Alfred Brendel - Mikhail Kambarov spielt Mozart, Beethoven und Schubert
Nur um Mikhail Kambarov zu erwähnen, dessen unbeschreiblich schöne Triller in Beethovens Sonate op. 111 an die von Wilhelm Kempff erinnerten…
Stephen Wigler/Boston, Massachusetts/The Musical Intelligencer, Boston, Juni 2025
Nachdem ich Mikhail Beethovens Sonate op. 111 spielen gehört hatte, konnte ich nicht aufhören, darüber nachzudenken, wie gut die Spiritualität dieses Werks von Messiaens „Le baiser de l’Enfant-Jésus" übertragen worden war…
Osip Nikiforov/Fort Worth, Texas/yourclassical.org, Mai 2025
Der Pianist Mikhail Kambarov wurde 2000 in Nischni Nowgorod geboren und begann das Klavierspiel im Alter von 5 Jahren. Er wurde 11 Jahre lang am Balakirev-Kolleg seiner Heimatstadt von Natalya Nikolayevna Fish unterrichtet und spielte mit 8 Jahren sein Orchester-Debüt. Seit 2017 lebt er in Weimar, wo Kambarov zunächst am Musikgymnasium Schloss Belvedere bei Christian Wilm Müller, einem Schüler u.a. von Oleg Maisenberg, und Menahem Pressler, ausgebildet wurde. Derzeit studiert er im Bachelor-Studiengang bei dem früheren Keyboard-Trust-Stipendiaten Michail Lifits, einem Schüler von Boris Petrushansky und Karl-Heinz Kämmerling, an der Hochschule für Musik ‚Franz Liszt‘ in Weimar und nimmt zusätzlich Unterricht bei Lev Natochenny.
Als Solist arbeitete Mikhail Kambarov mit renommierten Orchestern in Europa zusammen, Konzertauftritte führten ihn u. a. nach Salzburg, Leipzig, Halle, St. Petersburg, Grossetto und Washington.
Er war Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und gewann 2025 beim Internationalen Klavierwettbewerb ‚Van Cliburn‘ in Fort Worth/Texas einen Sonderpreis (John Giordano Jury Chairman Discretionary Award).
Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Mikhail Kambarov ebenfalls als Kammermusiker aktiv. Mit dem 2018 am Musikgymnasium Belvedere in Weimar gegründeten „Trio Fulminato“ gewann er mehrere Preise, u.a. den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, und konzertierte 2018 mit dem Trio bei drei Konzerten in den USA.
Im Dezember 2025 trat Mikhail Kambarov für den Keyboard Charitable Trust im Kleinen Saal der Laeiszhalle Hamburg auf, und erst vor ein paar Tagen mit dem Cellisten Damian Klein im C. Bechstein - Centrum in Hamburg.
Er war bzw. ist Stipendiat der Charlotte-Krupp-Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben, des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now sowie des Keyboard Charitable Trust, London.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
Klaviersonate Nr. 3 B-Dur, KV 281 (1774/75)
I Allegro
II Andante amoroso
III Rondo (allegro)
Franz Schubert (1797 - 1828)
Drei Klavierstücke D. 946 (1828)
I Allegro assai (es-Moll)
II Allegretto (Es-Dur)
III Allegro (C-Dur)
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Klaviersonate Nr. 32 c-Moll, op. 111 (1821/22)
I Maestoso – Allegro con brio ed appassionato
II Arietta. Adagio molto semplice e cantabile
Mikhail Kambarov, Klavier