Michel Dalberto

„Bechstein-Flügel haben einen Klang, von dem ich immer geträumt habe.“

Michel Dalberto

 

Michel Dalberto, 1955 in Paris geboren, studierte am Conservatoire National de Musique de Paris bei Vlado Perlemuter. Nachdem er den Clara Haskil Wettbewerb 1975 (dessen Jury er seit 1991 präsidiert) und den Leeds-Wettbewerb 1978 gewonnen hatte, startete er eine internationale Karriere. Bereits am Anfang seiner Laufbahn arbeitete Michel Dalberto mit Dirigentenstars zusammen wie Erich Leinsdorf, Wolfgang Sawallisch, Sir Colin Davis, Frans Brüggen oder Charles Dutoit. In letzter Zeit konnte man ihn in Begleitung von Yuri Temirkanov, Kurt Masur und Daniele Gatti hören. Nach zahlreichen Aufnahmen für Denon, EMI und Erato/Warner hat Michel Dalberto seit 1997 für Sony/BMG ein Debussy-Rezital aufgenommen, zwei Mozart-Konzerte mit dem Ensemble Orchestral de Paris unter John Nelson, und zuletzt Liszts Paraphrasen über Opern von Verdi und Wagner. Die renommierte Accademia Pianistica d’Imola zählt ihn zu seinen Professoren. Zu seinen Hobbies zählen Tieftauchen, Ski und Formel 1. Michel Dalberto hat in den letzten Jahren auf Bechstein aufgenommen und konzertiert. Nach seinem Konzert im Rahmen der C. Bechstein Klavierabende schrieb Michel Dalberto 2011: "Es war ein ganz besonderes Vergnügen auf dem Bechstein die Musik von Fauré und Debussy zu spielen – man fühlt, dass dies der authentische und beabsichtigte Klang ist, genau richtig."

 

Fotos © Jean Philippe Raibaud und Gérard Proust

Faurés Kammermusik in einer Referenzaufnahme mit Nicholas Angelich und Michel Dalberto

Wenn einige der besten französischen Musiker sich entscheiden, die komplette Kammermusik von Gabriel Fauré aufzunehmen, dann ist mit einer Referenzeinspielung schon fast zu rechnen. So ist es denn auch geschehen: Renaud und Gautier Capuçon (Violine und Violoncello), Gérard Caussé (Viola), die Streicher des Quatuor Ébène sowie die Pianisten Nicholas Angelich und Michel Dalberto haben zwischen 2008 und 2010 für Virgin Classics die mehr als fünf Stunden Kammermusik Faurés aufgezeichnet, und die fünf CDs setzen einen neuen Maßstab in der Fauré-Interpretation.



Wie klangschön und melodienselig, wie herzzerreißend schön hier musiziert wird, das ist sicherlich nicht mehr zu übertreffen. Dabei reicht das Ausdrucksspektrum der Musiker von lyrischer Verinnerlichung bis hin zu dramatischer Kraftentfaltung. Der „Fin de siècle“-Charakter dieser Musik weiß durchgängig zu begeistern. Höhepunkte sind unter Faurés Kammermusikwerken die jeweils zwei Klavierquartette und Klavierquinette. Nicholas Angelich und Michel Dalberto teilen sich hier wie insgesamt den Klavierpart redlich und bringen den von dem Konzerttechniker Denijs de Winter bestens vorbereiteten C. Bechstein Konzertflügel D 282 sensibel und nuanciert zum Singen. Ganz bewusst hatten die Pianisten bei dieser Aufnahme übrigens auf Bechstein gesetzt, handelt es sich doch um eine Marke, die Fauré selbst ganz besonders geliebt hat.

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