Wie alt ist mein Bechstein?

Ein C. Bechstein ist für Generationen gemacht. Er wird geliebt und vererbt und gehört zur Familie. Nicht immer wird die persönliche Geschichte eines Instruments mitvererbt. Manche Instrumente haben großen Persönlichkeiten gedient, waren in Königshäusern oder bei berühmten Musikern, haben Weltreisen und gar Kriege durchgestanden, ohne Schaden zu nehmen. Bechstein-Flügel sind durch ihre Bauart und die hochwertigen Materialien in der Grundsubstanz schier unverwüstlich.  

Alle Instrumente aus unserer Fertigung besitzen eine Identität: Die "Große Instrumentennummer", die auf dem gusseisernen Rahmen eingetragen wird, ist in unseren Produktionsbüchern mit Datum der Erstauslieferung und Namen des ersten Empfängers notiert. Diese Tradition lässt sich - bis auf die kriegsbedingte Zerstörung einiger Seiten – bis ins Jahr 1853 zurückverfolgen. Dieser Service ist kostenpflichtig. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Archivauskünfte keine Haftung übernehmen können.

 

Wo finde ich die Seriennummer?

Sie finden die Seriennummer in der Regel in schwarzen Ziffern auf dem gusseisernen Rahmen, nahe den Stimmnägeln. Nur bei den ersten C. Bechstein-Instrumenten ist sie in großen Ziffern auf dem Resonanzboden in der Nähe des C. Bechstein-Logos zu finden. Dies kann hinter den Saiten oder den Dämpfern etwas versteckt sein. Bei älteren Klavieren finden Sie die Seriennummer auch z.T. an der Innenseite der Gehäuse-Seitenteile neben dem Spielwerk. Sollten Sie keine Nummer finden oder mehrere widersprüchliche Zahlen vorhanden sein, wurde die Nummer vielleicht von einem Vorbesitzer entfernt oder manipuliert. Wenn die Authentizität oder die Vollständigkeit der gefundenen Nummer zweifelhaft sind, kann das Baujahr leider nicht ermittelt werden. Dann kann nur ein Fachmann vor Ort das Alter schätzen. Andere Nummern im hinteren Bereich des Resonanzbodens oder an anderen Stellen des Instrumentes sind für eine Bestimmung des Baujahres leider nicht hilfreich. Hier handelt es sich um interne Produktionsnummern, über die es keine Aufzeichnungen gibt. Auch Fotografien helfen in diesem Fall nicht weiter.

 

So finden Sie heraus, wie alt Ihr Instrument ist

Wenn es Ihnen nur um das Alter Ihres Bechstein-Flügels geht, können Sie anhand der großen Instrumentennummer in den Instrumentennummer-Tabellen fündig werden. Diesen Service bieten wir für C. Bechstein und Bechstein Instrumente, ebenso wie für W.Hoffmann und Zimmermann an.

C. Bechstein und Bechstein-Tabelle
C. Bechstein und Bechstein-Tabelle
W.Hoffmann-Tabelle
W.Hoffmann-Tabelle
Zimmermann-Tabelle
Zimmermann-Tabelle

Archivservice für C. Bechstein und Bechstein

Unser Archivservice erhält fast täglich Anfragen zur persönlichen Geschichte eines Bechstein-Flügels. Die Recherche in den vielen kostbaren Archiv–Folianten erfordert einige Zeit und Mühe für das Entziffern der handschriftlichen Einträge in deutscher Schrift (Sütterlinschrift). In unseren Archivfolianten sind die Ersterwerber vermerkt. Das kann auch ein Fachhandelspartner sein. Zeitweise wurde nur der Auslieferungsort vermerkt. Der Umfang der Auskunft ist auch davon abhängig, wie gut die entsprechenden Bücher in unserem Archiv erhalten sind. Die Gebühr für den Archivservice von C. Bechstein und Bechstein beträgt 26 Euro – unabhängig vom Resultat der Recherche. Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine Mail an archiv@bechstein.de. Für die Marken W.Hoffmann und Zimmermann bieten wir keinen Archivservice an.  

 

Wertgutachten

Das Alter Ihres Instruments sagt noch nicht genügend über den Wert Ihres Instruments aus. Erst ein Gutachten vor Ort kann Ihnen nähere Auskunft über den Zustand Ihres Instruments geben. Bitte haben Sie Verständnis, dass Fotos und Beschreibungen hier nicht helfen. Flügel und Klaviere sind hochkomplexe Instrumente. Erst der Fachmann vor Ort kann sich ein Bild über den Zustand der einzelnen Bauelemente machen. Verbindliche Gutachten sind kostenpflichtig. Nehmen Sie für ein Wertgutachten gern Kontakt zu Ihrem nächsten C. Bechstein Centrum oder einem unserer autorisierten Fachhändler oder zu C. Bechstein in Berlin auf.