Abdel Rahman El Bacha

„Ich habe Bechstein immer geliebt, wegen seiner Innigkeit, wegen seines zärtlichen Tones, dieses singenden Klanges.“

Abdel Rahman El Bacha

 

Abdel Rahman El Bacha, 1958 in Beirut geboren, spielte mit zehn Jahren öffentlich Bachs d-Moll-Konzert. Er studierte am Pariser Conservatoire, das er 1977 mit vier Ersten Preisen dekoriert verließ. 1978 gewannt er den Reine-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. Daran anknüpfend entfaltete sich seine internationale Karriere. 1981 erwarb El Bacha zusätzlich die französische Staatsbürgerschaft. In der Saison 1993/94 spielte er sämtliche Sonaten Beethovens in Berlin. Zusätzliche Bekanntheit errang Abdel Rahman El Bacha auch durch seine großen CD-Projekte, beispielsweise seine Einspielung sämtlicher Solo-Klavierwerke Chopins für das Label Forlane. Abdel Rahman El Bacha unterrichtet am Queen Elisabeth College in Brüssel. In einem Interview hat er über Bechstein gesagt: „Ich habe Bechstein immer geliebt, wegen seiner Innigkeit, wegen seines zärtlichen Tones, dieses singenden Klanges …“ Für das Label Triton hat er den ersten Band von Bachs "Wohltemperierten Klavier" auf einem C. Bechstein Konzertflügel aufgenommen. Zuletzt ist von ihm beim französischen Label Mirare eine CD mit Werken von Prokofjew sowie eine Zehn-CD-Box mit sämtlichen Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven erschienen - alles aufgenommen auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282.

Fotos © Gérard Proust und Alix Laveau

Abdel Rahman El Bacha spielt Bach

Abdel Rahman El Bacha zählt zu den bedeutendsten Pianisten unserer Zeit. Der Gewinner des Brüsseler Königin-Elisabeth-Wettbewerbs hat sich vor allem durch seine Chopin-Gesamtaufnahmen einen Namen gemacht. Im November 2010 hat El Bacha für das japanische Label Octavia Records den ersten Band von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperierten Klavier“ auf Bechstein aufgenommen und stellt sich so in die große Tradition eines Edwin Fischer.

Abdel Rahman El Bacha spielt Bach (II)

Schon den ersten Band von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ spielte Abdel Rahman El Bacha 2011 auf einem C. Bechstein Flügel ein, nun erscheint die Aufnahme des zweiten Bands beim Japanischen Label Octavia Records.Der Gewinner des Brüsseler Königin-Elisabeth-Wettbewerbs hat sich neben Interpretationen von Chopin und Prokofiev durch die Einspielung sämtlicher Beethoven-Klaviersonaten auf Bechstein einen Namen gemacht. 1998 erhielt er den französischen Ehrentitel „Chevalier des Arts et des Lettres“, 2002 den goldenen Verdienstorden des Libanon.Mit der Arbeit an diesem Meilenstein der Bach-Literatur wartete Abdel Rahman El Bacha bis zu seinem fünfzigsten Lebensjahr. Die Reife seiner Interpretation und die Transparenz des Bechstein-Klangs verbinden sich in der vorliegenden Einspielung auf ganz besondere Weise.Das Instrument, ein C. Bechstein D 282, wurde freundlicherweise von unserem japanischen Partner Euro-Piano zur Verfügung gestellt.

Abdel Rahman El Bacha spielt Prokofjew

„Ich habe Bechstein immer geliebt, wegen seiner Innigkeit, wegen seines zärtlichen Tones, dieses singenden Klanges“, hat Abdel Rahman El Bacha einmal festgestellt. Insofern traf er auch die richtige Entscheidung, als er für seine Aufnahme von Klavierwerken Prokofjews einen C. Bechstein Konzertflügel D 282 wählte. Der in Beirut geborene Künstler, der heute zu den berühmtesten Pianisten Frankreichs zählt, spielte 2011 für das Label Mirare in in La Ferme de Villefavard, einer früheren Scheune und heutigem Konzertsaal, Prokofjews hochvirtuose Toccata op. 11, die Zehn Stücke op. 12, die Sonate op. 14, die Sarcasmen op. 17 und die Visions fugitives op. 22 ein – und erhielt dafür höchste Anerkennung der Fachpresse. Einen Anteil hat daran sicherlich auch der singende und farbenreiche Bechstein-Klang.

Sämtliche Beethoven-Klaviersonaten

Eine große Tat: Abdel Rahman El Bacha hat sämtliche Klaviersonaten von Beethoven eingespielt. Der weltweit gefeierte Pianist entschied sich dabei bewusst für einen C. Bechstein Konzertflügel D 282, der „das Beste der Bechstein-Tradition mit einer ausgeprägten Kraft und Ausgewogenheit des Klanges“ kombiniere.Als Artur Schnabel zwischen 1932 und 1935 als erster Pianist überhaupt sämtliche Klaviersonaten Beethovens aufnahm, stand ein Bechstein-Flügel in den berühmten Abbey Road Studios in London. Abdel Rahman El Bacha folgt mit seiner Gesamtaufnahme der Beethoven-Sonaten nun Schnabel nach, wobei er sich ganz bewusst für einen neuen C. Bechstein Konzertflügel D 282 entschieden hat: „Der Anschlag eines Bechsteins lässt sich mit keinem anderen Flügel vergleichen ... Die Mechanik reagiert unmittelbar und erlaubt trotzdem die Formung des Klangs während des Anschlags“, verriet der Pianistin der Journalistin Sylviane Falcinelli und stellte weiter fest. „Was mich ebenfalls fasziniert, ist die breite Klangpalette in allen Lagen ... Dieses Instrument einer neuen Generation vereint in sich das Beste der Bechstein-Tradition mit einer ausgeprägten Kraft und Ausgewogenheit des Klanges.“

Die Aufnahme aller 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven stellt für jeden Pianisten eine hohe Herausforderung dar. El Bacha nahm diese nun bereits zum zweiten Mal an. Brauchte er in den 1980er und 1990er Jahren noch rund zehn Jahre, um sämtliche Sonaten einzuspielen, so schaffte er es diesmal in weniger als einem Jahr: Von April 2012 bis Januar 2013 nahm er in „La Ferme de Villefavard“ – einem ehemaligen Bauernhof in der französischen Region Limousin – die 32 Sonaten auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 auf, der von dem fast schon legendär zu nennenden Konzerttechniker Denijs de Winter betreut wurde. Zum guten Klang dieser Gesamteinspielung trug sicherlich auch die gute Akustik des ehemaligen Getreidespeichers bei, für dessen Umbau sich der Architekt Gilles Ebersolt der Mitarbeit des Akustikers Albert Yaying Xu versichert hatte, der beispielsweise auch für die Akustik der Cité de la Musique in Paris, der Oper in Peking oder der Philharmonie in Luxemburg verantwortlich zeichnet.

Abdel Rahman El Bacha lotet in dieser maßstabssetzenden Neuaufnahme der Beethoven-Sonaten den gesamten Klangfarbenreichtum des Bechstein-Flügels aus. Ohne die Tempi oder die Dynamik zu forcieren, gelingt ihm eine Einspielung, die Genauigkeit in den Details mit einem großen Atem verbindet. Dass El Bacha (wie im Booklet nachzulesen ist) bei den Aufnahmen jeweils zwei Sonaten am Stück einspielte – und bei Korrekturbedarf – beide Sonaten noch einmal wiederholte, anstelle bloß einzelne Takte oder Töne auszutauschen, verleiht seiner Aufnahme eine große Geschlossenheit. El Bacha: „Es geht mir darum, diese Spannungserhöhung zu wahren, und dies gelingt nur in der ununterbrochenen Aufnahme der gesamten Sonate; Beethoven auferlegt seinen Interpreten eine Bewährungsprobe, und der unterwerfe ich mich. Wenn man sich dieser Prüfung nicht stellt, verliert man die musikalische Linie, die in der Absicht des Komponisten lag, als er uns in dieser Prüfung voranging; es lohnt sich, diese Erfahrung mit dem Komponisten zu teilen.“