Maria Lettberg

"Die Luft schwebt und die Sterne sind mir heute nah gewesen. Was für ein Vergnügen!"

Maria Lettberg

 

Maria Lettberg (1970) ist eine aufsteigende junge Pianistin unserer Zeit. Mit ihrer Einspielung sämtlicher Solo-Klavierwerke Skrjabins hat sie sich zudem einen Ruf als Skrjabin-Expertin erworben. Maria Lettberg wurde in Riga als Tochter eines Universitätsprofessors für russische Literatur und einer Mathematikerin geboren. Seit ihrem siebten Lebensjahr ist ihr Leben auf das Engste mit ihrem Instrument verbunden. Bereits mit neun Jahren debütierte sie mit dem Zweiten Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven. Maria Lettberg ist Schwedin und lebt seit einigen Jahren in Berlin. Sie spricht fünf Sprachen.

Maria Lettbergs Talent wurde früh erkannt und gefördert; von der zentralen lettischen Eliteschule für musikalisch begabte Kinder ging sie direkt an das Petersburger Konservatorium, wo sie auf dem Weg zu ihrem mit Auszeichnung abgelegten Konzertexamen entscheidende Schritte zur Herausbildung ihrer Pianistenpersönlichkeit machte, fundiert durch die Vervollkommnung einer virtuosen Technik.

Nach dem Konzertexamen entschied sie sich bewusst, auf den naheliegenden Versuch zu verzichten, sich in der Arena der weltweiten Wettbewerbe einen Namen zu erspielen. Statt ein Wettbewerbsrepertoire zu perfektionieren, nutzte sie die durch Stipendien gewonnene Freiheit, um ihren musikalischen Reifeprozeß mit weiteren Studien (Königliche Musikhochschule in Stockholm; Sibelius Akademie, Helsinki), individueller Programmwahl und Meisterkursen zu fördern. Wichtige Lehrer waren Tatjana Zagorovskaja, Andrej Gavrilov, Paul Badura-Skoda, Menachem Pressler, Emanuel Krasovsky, Roland Pöntinen und Matti Raekallio.

Einse ihrer bisher wichtigsten Ergebnisse dieses Weges ist – neben einer langen Reihe von Solorecitals, Orchester- und kammermusikalischen Auftritten, Radio- und Fernsehsendungen – die im Herbst 2007 vorgelegte Aufnahme des gesamten Solo-Klavierwerkes von Alexander Skrjabin. Durch die mit ihrer Arbeit an Skrjabins Klavierwerk verbundenen Konzerte und regelmäßige Radiosendungen – die Aufnahme entstand in einer Kooperation zwischen Deutschlandradio Kultur und Capriccio – wurde Maria Lettberg dem deutschen Publikum bekannt.

2008 erschien der erste Teil (Klavierkonzerte) der Einspielung von Klaviermusik Alfred Schnittkes, zusammen mit Ewa Kupiec und dem Rundfunk Symphonieorchester Berlin unter Leitung von Frank Strobel. Inzwischen hat Maria Lettberg, wieder in der Kooperation zwischen Deutschlandradio Kultur und Phoenix Edition, den zweiten Teil des Programms aufgenommen: Mit dem RSO unter Leitung von Frank Strobel das Klavierkonzert "Musik für Klavier und Orchester" und mit dem Petersen Quartett Schnittkes Klaviertrio und Klavierquartett. 2011 stellte Maria Lettberg mit einem Set von zwei CDs die Klaviermusik des finnischen Komponisten Erkki Melartin vor, den sie ebenfalls für Deutschlandradio Kultur, in einer Koproduktion mit Delta/Crystal Classics, aufgenommen hat.Die von den Aufnahmen herrührenden frischen Impulse bereichern Maria Lettbergs breites Repertoire. Auf der Basis von bevorzugten Komponisten wie Brahms, Schumann, Liszt, Chopin, aber auch Ravel und Debussy, Mozart und Haydn oder Bach entstehen interessante Konzertprogramme mit virtuosen Elementen und musikalisch verschlüsselter Botschaft.

Ihre jüngste CD-Aufnahme auf Bechstein erweitert die vorliegende Skrjabin-"Gesamteinspielung" um Werke, die erst in den letzten Jahren wieder entdeckt und der Öffentlichkeit nun teilweise erstmals zugänglich gemacht werden. 

Nach ihrem Konzert im Rahmen der C. Bechstein Klavierabende schrieb Maria Lettberg 2012: "Vielen Dank, Bechstein, für die wunderbaren zwei Stunden auf dem Himmel – die Luft schwebt und die Sterne sind mir heute nah gewesen. Was für ein Vergnügen!"

Maria Lettberg spielt Skrjabin

Maria Lettberg hat durch ihre Gesamteinspielung der Werke für klavier solo (mit Opuszahlen) von Alexander Skrjabin für Capriccio internationale Bekanntheit erlangt. 2012 hat sie beim Label Es-Dur eine Aufnahme mit Frühwerken Skrjabins ohne Opuszahlen nachgelegt. Das sind – neben einer frühen Sonate in es-Moll – größtenteils wunderschöne romantische Charakterstücke, die es zu entdecken lohnt! Höchst interessant sind auch vier düstere Preludes des Skrjabin-Sohnes Julian (1908-1919), der laut Booklet unter tragischen und ungeklärten Umständen im Dnepr ertrank. Maria Lettberg hat die CD übrigens im Frühjahr 2012 in der Siemensvilla auf einem farbenreichen und hinreißend sanglichen C. Bechstein Konzertflügel D 282 aufgenommen und sich somit für die Lieblingsflügelmarke des Komponisten entschieden.

Maria Lettberg bei C. Bechstein

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