Manfred Schmidt

Manfred Schmidt - Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter - ist seit 2005 Dozent an der Universität der Künste/Berlin. 2012 erschien seine Solo-CD mit Werken von Bach und Beethoven, aufgenommen auf einem C. Bechstein Konzertflügel. Manfred Schmidt wurde 1974 in Zams/Österreich geboren. Nach dem Studium in der Klavierklasse von Prof. Heidi Köhler an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bildete er sich an der Mc Gill University in Montréal/Kanada fort und schloss seine Studien an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. James Tocco 2002 ab. Zahlreiche Meisterkurse prägten ihn, unter anderem arbeitete er mit Karl-Heinz Kämmerling, Anatol Ugorski, Klaus Hellwig, Walter Levin, Dietrich Fischer-Dieskau, René Jacobs und Jean-Claude Pennetier. Beim 8. internationalen Klavierwettbewerb A. M. A. Calabria in Italien wurde er mit dem diploma d’onore ausgezeichnet.

Manfred Schmidt tritt als Solist in Orchesterkonzerten, Klavierabenden sowie als Kammermusiker und Liedbegleiter weltweit auf und konzertiert bei zahlreichen internationalen Festivals. Er arbeitet regelmäßig mit bekannten Sängern zusammen und ist Pianist des Aiolos Trio Berlin.

Manfred Schmidt lebt derzeit in Berlin und ist seit 2005 Dozent an der Universität der Künste/Berlin. Rundfunk-, Fernseh- sowie Tonträgeraufnahmen dokumentieren sein Schaffen. Im Februar 2012 erschien ein Soloalbum mit Werken von Bach und Beethoven.

Manfred Schmidt spielt auf dem eigenen Bechstein

Berlin ist seit 1853 eine Bechstein-Stadt. Carl Bechstein hat sich hier selbstständig gemacht und Musikgeschichte geschrieben. Und in unzähligen privaten Haushalten und zahlreichen Institutionen stehen hier Flügel und Klaviere von Bechstein.

Glücklich schätzen darf sich jeder, der Gelegenheit hat, auf einem eigenen C. Bechstein Konzertflügel D 282 zu spielen. Der Pianist Manfred Schmidt, Dozent an der Universität der Künste, hat nicht nur diese Gelegenheit, sondern in der Alten Dorfschule in Berlin-Heiligensee sogar eine eigene CD auf dem eigenen C. Bechstein Konzertflügel eingespielt. Der Tonmeister Johannes Kammann hat hervorragende Arbeit geleistet, so dass der quasi intime Klang der Lokalität zwar auf der Aufnahme erhalten geblieben ist, aber keine plüschige oder trockene „Wohnzimmeratmosphäre“ entstanden ist.

Eine intime, persönliche Haltung weisen auch die Interpretationen des Pianisten auf. Manfred Schmidt spielt Werke von Bach – Präludium, Fuge und Allegro BWV 998, die Fantasie in c-Moll BWV 906 und das Konzert in d-Moll 974 –, Beethovens „Sturmsonate“ sowie vier Bach-Transkriptionen (von Kempff, Bauer, Busoni und Hess). Er knüpft dabei nicht nur programmatisch an die große deutsche Klavierschule von Schnabel über Fischer bis Kempff an. Seine klaren, kantablen und natürlichen Darstellungen wirken nie forciert, gekünstelt oder extravagant. In Beethovens „Sturmsonate“ wählt er zwar zügigere Tempi als Wilhlem Kempff Mitte der 1960er Jahre, zählt aber (besonders im Finale) zweifellos auch nicht zu den „stürmischsten“ Interpreten. Schmidt bringt die Musik zum Sprechen – und dabei ist ihm sein Bechstein ein hervorragender Partner.

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