Konstantin Lifschitz

„Der C. Bechstein Flügel besitzt eine große Bandbreite an Klangfarben und eine große Individualität. Jeder Flügel ist eine eigene Persönlichkeit. Das finde ich faszinierend.“

Konstantin Lifschitz

 

Konstantin Lifschitz wurde 1976 in Charkow/UdSSR geboren. Bereits mit fünf Jahren besuchte er die Gnessin-Spezialschule für Musik in Moskau, wo er Unterricht bei Tatjana Zelikman bekam. Danach führten ihn Studien in Russland, England und Italien unter anderem zu Alfred Brendel, Leon Fleisher und Charles Rosen.

Mit seiner Aufsehen erregenden ersten Aufnahme der Goldberg-Variationen (Nominierung für den Grammy), die er im Alter von 17 Jahren einspielte, reihte er sich bereits in die Riege der maßgeblichen Pianisten der Gegenwart ein. Seit seinem Debut in Moskau spielt er mit den namhaften Orchestern der Welt, wie dem New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra oder dem London Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Mstislaw Rostropovich, Sir Neville Marriner, Bernard Haitnik, Sir Roger Norrington, Dmitry Sitkovetsky, Michail Jurowski, Marek Janowski, Andrey Boreyko, Vladimir Spivakov, Juri Temirkanov und Alexander Rudin. Solorecitals führen ihn zu den großen Festivals und in die wichtigsten internationalen Konzerthäuser.

Konstantin Lifschitz ist auch ein passionierter Kammermusiker und hat unter anderen mit Patricia Kopatchinskaja, Gidon Kremer, Maxim Vengerov, Leila Josefowicz, Misha Maisky, Mstislav Rostropovich, Lynn Harrell, Carolin Widmann, Natalia Gutman, Jörg Widmann, Sol Gabetta, Vadim Repin, Eugene Ugorski, Alexander Rudin und Dmitri Sitkovetsky gespielt.

Die Repertoirevielfalt von Konstantin Lifschitz wird durch zahlreiche CD-Einspielungen dokumentiert, darunter Bachs Musikalisches Opfer, das Klavierkonzert von Gottfried von Einem mit dem ORF Radio-Symphonieorchesters Wien unter Cornelius Meister, das 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms und Mozarts Klavierkonzert KV 456 unter der Leitung von Dietrich Fischer-Dieskau, sowie Bachs "Kunst der Fuge" auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 - ein Werk, mit dem sich Konstantin Lifschitz seit vielen Jahren intensiv auseinandersetzt. Schon für seine Debütaufnahme mit Werken von Bach, Schumann, Medtner und Skrjabin erhielt Konstantin Lifschitz den deutschen Echo Klassik. Im Jahr 2008 wurde durch Vai ein Live-Mitschnitt von Bachs Wohltemperiertem Klavier I und II vom Miami International Piano Festival als DVD veröffentlicht. Zahlreiche Aufnahmen seiner umfassenden Discographie erhielten ausgezeichnete Rezensionen. Mit dem Stuttgarter Kammerorchester sind unter eigener Leitung alle sieben Klavierkonzerte von J.S. Bach erschienen. Im Januar 2014 erschien bei Warner Classics die Gesamtaufnahme der Violinsonaten von Ludwig van Beethoven mit dem Konzertmeister der Berliner Philharmoniker Daishin Kashimoto. 2015 präsentierte Konstantin Lifschitz seine Neueinspielung der Goldberg-Variationen, die er u.a. jüngst beim Rheingau Musikfestival im Rahmen seiner zyklischen Gesamtaufführung des Klavierwerks von J.S. Bach gespielt hat. 

Konstantin Lifschitz tritt zunehmend als Dirigent in Erscheinung und arbeitet mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, dem St. Christopher Kammerorchester Vilnius, der Musica Viva Moskau, Lux Aeterna und dem Gabrieli Chor Budapest, den Moskauer Virtuosen, den Solisti di Napoli (Neapel), der Dalarna Sinfonietta Falun und dem Kammerorchester Arpeggione (Hohenems). Im Februar 2015 hat er mit dem Century Orchestra Osaka ein reines Mozartprogramm in der Izumi Hall Osaka präsentiert. Konstantin Lifschitz ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London und übernahm 2008 eine eigene Konzertklasse an der Musikhochschule Luzern.

Fotos © Christine Corver und Adam Shemper

Konstantin Lifschitz spielt Bach

Konstantin Lifschitz, einer der bedeutendsten Bach-Interpreten unserer Zeit, hat 2009 in der Siemensvilla für Deutschlandradio Kultur Bachs „Kunst der Fuge“ auf einem C. Bechstein Konzertflügel D 282 aufgezeichnet. Ein Interview zu der Aufnahme finden Sie hier. "Eine brillante, intellektuelle wie pianistisch heterogene Interpretation, die fasziniert", urteilte Carsten Dürer in "Piano News".

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