David Theodor Schmidt

„Der Bechstein ist mir mit seinem unerschöpflichen Reichtum an Klangfarben stets eine Quelle der Inspiration und der Freude.“

David Theodor Schmidt

 

Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ihn als den "neuen Schwarm aller Klavierbegeisterten", die Financial Times Deutschland nannte sein Spiel ein "Klangerlebnis" - David Theodor Schmidt hat als Pianist etwas zu sagen.

Der deutsche Pianist David Theodor Schmidt, Jahrgang 1982, gehört zu den Musikern der jungen Generation, die bereits große Anerkennung genießen. 2009 wurde ihm der renommierte Bayerische Kunstförderpreis des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst verliehen. Geboren in Erlangen, studierte David Theodor Schmidt in Karlsruhe bei Sontraud Speidel und am Royal College of Music London bei Kevin Kenner. David Theodor Schmidt geht einer regen Konzerttätigkeit nach, die zu Konzerten in bedeutenden Säle führte, darunter das Konzerthaus Berlin, der Gasteig in München, das Konzerthaus Dortmund, das Gewandhaus Leipzig und das Tschaikowsky Konservatorium in Moskau.

Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen erregten die CDs des jungen Pianisten, unter anderen bei Sony Classical und "Profil – Edition Günter Hänssler" veröffentlicht, besondere Aufmerksamkeit. Das Magazin Fono Forum zeichnete seine CD mit Werken von Mendelssohn, Schubert und Brahms mit dem Stern des Monats aus. Es folgten unter den Titeln "Wohin?" und "Der Dichter spricht" zwei weitere CD-Einspielung auf Bechstein.

 

Fotos © Felix Broede, Gregor Willmes

Debüt-CD mit Werken von Schubert, Mendelssohn und Brahms

David Theodor Schmidt nahm 2008 seine Debüt-CD für Sony Classical auf Bechstein auf, was auch dem Rezensenten des Mannheimer Morgen nicht verborgen blieb: „Schmidt spielt – übrigens auf einem bestens intonierten Bechstein – auch noch Schuberts späte Klavierstücke (D 946) sowie Brahms Zyklus op. 118 – alles höchst kultiviert und ideenreich. Was für ein Pianist!” Im FONO FORUM wurde die CD als “Empfehlung des Monats” ausgezeichnet. Und PIANO NEWS urteilte: „Dass Schmidt auf einem Bechstein-Flügel spielt, passt gut ins Bild eines Pianisten, der im Zauberreich der Romantik groß geworden ist und sehr genau weiß, wie er den Klang von einst wieder herbeizaubern kann.“

Wohin?

Zum Promotion-Video der CD

Unter dem Titel „Wohin?“ begibt sich David Theodor Schmidt mit seiner zweiten Bechstein-CD auf eine „romantische Reise“. Erneut hat er in der berühmten Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem aufgenommen, die bereits Herbert von Karajan immer wieder für Aufnahmen wählte. Im Mai 2011 hat David Theodor Schmidt dort auf einem wunderbar farbenreichen und warm intonierten C. Bechstein Konzertflügel D 282 fünf Liszt-Transkriptionen von Schubert-Liedern eingespielt, neben dem Titelstück auch „Der Lindenbaum“, das „Ständchen“, „Der Müller und der Bach“ und „Der Wanderer“. Und die Kantabilität und Ausdruckskraft seinen Spiels wie auch seine musikalische Charakterisierungskunst begeistern auf der ganzen Linie. Auch Schumanns „Kreisleriana“, die Fantasien für Klavier op. 16, erfasst Schmidt ausgezeichnet in ihrer emotionalen Vielschichtigkeit. Von leiser Poesie bis zum stürmischen Brausen vermittelt er trefflich die Gefühlsschwankungen des „Kapellmeisters Johannes Kreisler“. Für das transparente, dabei nie kalte Klangbild zeichnet Holger Siedler verantwortlich. Die CD ist erschienen beim Label „Profil - Edition Günter Hänssler“ (PH11018).

Der Dichter spricht

Zum Promotion-Film der CD

Das letzte Stück aus Schumanns „Kinderszenen“ gibt dieser Einspielung (Profil PH 12071) den Namen: „Der Dichter spricht“. Und die Doppeldeutigkeit des Titels erfüllt sich hier auf verschiedenen Ebenen: Einerseits hat David Theodor Schmidt mit Franz Liszts drei „Petrarca-Sonetten“, Johannes Brahms‘ vier Balladen, Robert Schumanns Sonate Nr. 2 in g-Moll und dem berühmten Schlussstück aus Schumanns Zyklus Werke eingespielt, die von der Dichtung inspiriert sind. Andererseits besitzt Schmidts Klavierspiel aber auch so viel Poesie, dass er selbst als Ton-Dichter in Erscheinung tritt. Während der 1856 gestorbene Robert Schumann wohl nicht mehr in den Genuss kam, sich an den Flügeln von Carl Bechstein zu berauschen, waren Liszt wie Brahms bekanntermaßen Fans des großen deutschen Klavierbauers, der 1853 in Berlin seine erste eigene Werkstatt gegründet hatte. Holger Siedler hat nun den von Torben Garlin bestens vorbereiteten C. Bechstein Konzertflügel D 282 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem höchst überzeugend aufgenommen: Die Klarheit wie der Klangfarbenreichtum des Flügels kommen bestens zur Geltung und geben dieser Einspielung ihren besonderen Klang. Und David Theodor Schmidt zeigt erneut, dass er kantable Linien wunderbar zeichnen kann, dass er sich in der besinnlich-melancholischen Klangwelt der Romantik zuhause fühlt und selbst in den aufbrausenden Sätzen der Schumann-Sonate die Kantabilität nie aus den Augen verliert. Meisterhaft!

Busoni

Für seine nunmehr vierte CD auf Bechstein hat David Theodor Schmidt Transkriptionen von Werken Johann Sebastian Bachs und Johannes Brahms’ ausgewählt (Profil – Günter Hänssler PH14005). Einen Schwerpunkt nehmen dabei die Transkriptionen Ferruccio Busonis ein, darunter die berühmte „Chaconne“, Toccata, Adagio und Fuge BWV 564 sowie fünf bekannte Choralvorspiele: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, „Nun komm, der Heiden Heiland“, „Nun freut euch, lieben Christen gmein“, „Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ“ und „In Dir ist Freude“. Echte Entdeckungen sind im Vergleich die drei Choralvorspiele von Johannes Brahms, die hier in Bearbeitungen Busonis zu erleben sind. Wunderbare Musik!

Anlass des Busoni Schwerpunktes ist der 90. Jahrestag des Todes des Komponisten am 27. Juli 2014. Und dass Schmidt für die Aufnahme einen C. Bechstein Konzertflügel wählte, passt inhaltlich wieder bestens: Denn in Busonis Berliner Arbeitszimmer stand ebenfalls ein Bechstein-Flügel. Und der ebenfalls gewürdigte Johannes Brahms liebte ebenfalls den Bechstein-Klang und trat unter anderem 1892 bei den Eröffnungskonzerten des Bechstein-Saals in Berlin auf. Diese CD wurde eingespielt im Dezember 2013 auf dem C. Bechstein Konzertflügel D 282 im Kulturstall von Schloss Britz. Als Konzerttechniker betreute Torben Garlin das wunderbare Instrument. Für den hervorragenden Sound der Einspielung war erneut Holger Siedler verantwortlich. Jürgen Seeger urteilte über diese CD auf BR Klassik: "In Wirklichkeit aber erlebt man das ausgereifte Spiel eines großen Pianisten, der ohne jede auftrumpfende Geste die Klangmöglichkeiten eines Klaviers in voller Tiefe und Schönheit auszuloten und auszubreiten versteht. So finden Busonis ,Nachdichtungen' in David Theodor Schmidt einen idealen Interpreten."

Zur Webseite von David Theodor Schmidt