Cora Irsen

"Auf dem Bechstein im Liszt-Haus zu spielen ist für mich jedes Mal ein großes Erlebnis, von dem ich nie genug bekommen kann. Der Klang ist weich und trotzdem klar und ganz exakt, ein Klang der süchtig macht!"

Cora Irsen

 

Leiden­schaft und ein ehr­liches Spiel zeichnen die deutsch­land­weit gefragte und in Weimar lebende Pianistin Cora Irsen aus. Sie kann auf ein umfang­reiches musi­kali­sches Reper­toire zurück­greifen, wobei ihr Schaffen insbesondere durch ihre konge­nialen Liszt­inter­preta­tionen bestimmt wird.

Cora Irsen war Preis­träge­rin des Inter­natio­nalen Franz Liszt Wettbe­werbs Weimar und des Inter­natio­nalen Chopin Wett­bewerbs Göttingen.Ihre Konzerte führen sie als Solistin und Kammer­musik­part­nerin nach Belgien, Italien, Portugal, in die Schweiz und die Nieder­lande, nach Polen, Japan, Malaysia und Australien. Durch Japan unter­nimmt Cora Irsen jährlich eine ausge­dehnte Tournee. Kammer­musi­kalisch arbei­tete sie u.a. mit Mirijam Contzen, Ralph Manno, Charles Neidich, Hartmut Rohde, Guido Schiefen, 
Jörg Brückner, Matthias Moosdorf, Erich Krüger und Wolfgang Emanuel Schmidt.

Aufgrund ihrer inneren musika­lischen Ver­bunden­heit zu Franz Liszt setzt sich Irsen seit über 20 Jahren mit seinen Klavier­werken aus­ein­ander. 2001 legte Irsen ihre Debüt-CD mit Solo­werken von Franz Liszt vor, gespielt auf Liszts histo­rischem Flügel in Weimar. Mit Lutz Görner hat sie 2009 die CD „Görner spricht Goethe, Irsen spielt Liszt“ ver­öffentlicht. Zudem sind 2011 und 2012 zwei weitere Liszt-CDs ent­stan­den, auf denen sie auch aus seinem Leben berichtet. 2013 nahm sie eine weitere CD mit Bear­bei­tungen von Liszts Wagner­trans­krip­tionen auf.

Seit 2010 hat Cora Irsen in Weimar eine eigene Konzert­reihe „Konzerte in Wort & Musik“. Dabei spielt sie nicht nur die Stücke der großen Kompo­nisten, sondern führt ihre Zuhörer mit ausge­wählten Werken, Anek­doten und Brief­aus­zügen durch das Leben und die Musik von Franz Liszt, Richard Wagner, Robert und Clara Schu­mann und Johannes Brahms sowie Frédéric Chopin und die Pianis­tin Alice Herz-Sommer. Sie ent­wirft eine ein­malige Ver­bin­dung zwischen Leben und Werk der Kompo­nisten und Musiker, die sie lebhaft durch ihr emotio­nales Klavier­spiel und ihre natürliche Art ver­mit­telt.

Cora Irsen spielt Liszt

Als diese Aufnahme 2001 das erste Mal veröffentlich wurde, geriet Volker Hagedorn in „Die Zeit“ geradezu ins Schwärmen: „Das ist also der Flügel, an dem er Hof hielt, komponierte, träumte, flirtete, unterrichtete in der Hofgärtnerei zu Weimar, die die Großherzogin persönlich für ihn eingerichtet hatte. Der Flügel, den die Firma Bechstein dem 57-Jährigen gratis in seine neue Bleibe gestellt hatte, an dem er alterte mit weich und weiß fallendem Haar, während Schüler wie Eugen d'Albert und Karl Klindworth ihm lauschten und junge Komponisten wie Borodin, Franck, Grieg ... Selbst als der 1869er Bechstein mal verstimmt war, spielte Franz Liszt Beethovens Mondscheinsonate so eindringlich, dass Alexander Siloti, später Lehrer von Rachmaninoff, sie danach von niemand anderem mehr anhörte und Konzerte verließ, in denen sie gegeben wurde. Nun aber ist das schwere Gerät nicht nur gestimmt, sondern auch restauriert. Als Stimme seines Herrn kann man es per CD behorchen. Nicht nur der Aufnahmeklang ist erstklassig, sondern auch die Pianistin Cora Irsen aus Weimar mit einer Auswahl Lisztscher Werke.“ (Quelle: www.zeit.de/2002/13/Stimme_seines_Herrn)Zu finden sind auf dieser 2009 beim Label HARMS wiederveröffentlichten CD die Legende Nr. 2, die Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“, „Benediction de Dieu“, „Les Jeux d'eau“, „Nuages gris“ u. a. Und dem Hagedornschen Lob ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

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